Die Contraloría General de la República (CGR) hat 27 ehemalige Parlamentarier der letzten Legislaturperiode – neun ehemalige Senatoren und 18 ehemalige Abgeordnete – mit Geldstrafen belegt, weil sie ihrer Pflicht zur fristgerechten Abgabe ihrer Vermögenserklärungen nicht nachgekommen waren. Die Geldstrafen liegen je nach Verzögerungsdauer zwischen etwa 5 Millionen und über 29 Millionen Guaraní.
Unter den sanktionierten ehemaligen Senatoren ist der einzige aus der Regierungspartei, der Asociación Nacional Republicana (ANR, Partido Colorado), Martín Arévalo, derzeit Berater der Entidad Binacional Yacyretá (EBY). Vier ehemalige Senatoren gehören der Partido Liberal Radical Auténtico (PLRA) an – allesamt Nachrücker, die während der Amtszeit ihr Mandat antraten: Octavio Schatp, Daniel Villordo, Abel González und Daniel Rojas López. Weitere vier vertreten den sogenannten dritten Raum: Gilberto Tony Apuril (Hagamos), Fernando Lugo (Frente Guasú), Pedro Arthuro Santa Cruz (Partido Democrático Progresista, PDP) und Georgia Arrúa (Patria Querida).
In der Abgeordnetenkammer stammt die Mehrheit der Bestraften von der ANR: Néstor Ferrer, Ángel Paniagua, Nazario Tomás Salvioni, Del Pilar Medina, Freddy D’Ecclesiis, Édgar Espínola Guerrero, Hugo Ibarra, Ulises Quintana, Rubén Balbuena und Miguel Cuevas. Von diesen profitierte Ulises Quintana im April von alternativen Maßnahmen zur Haft, um seinen Prozess außerhalb von Tacumbú abzuwarten. Miguel Cuevas, der im Februar 2023 wegen illegaler Bereicherung zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, wartet noch auf eine Entscheidung der Strafkammer des Obersten Gerichtshofs über seinen Kassationsantrag, was die Vollstreckung des Urteils verhindert.
Die bestraften ehemaligen Abgeordneten der PLRA sind María de la Nieve López, Eri Valdez, Carlos Antonio Noguera, Esmérita Sánchez, Andrés Rojas Feris und Manuel Trinidad. Aus dem dritten Raum sind Sebastián García und Jorge Brítez vertreten.
Laut dem Open-Data-Portal der CGR haben drei der 27 ehemaligen Abgeordneten ihre Vermögenserklärungen nach Verlassen des Kongresses noch nicht eingereicht: Eri Valdez (PLRA), Miguel Cuevas (ANR) und Jorge Antonio Brítez (unabhängiger Oppositionspolitiker). Die höchste Geldstrafe von über 29 Millionen Guaraní wurde gegen sieben ehemalige Abgeordnete verhängt: Eri Valdez, Ángel Paniagua, Édgar Espínola, Rubén Balbuena, Miguel Cuevas, Antonio Noguera und Jorge Brítez.
Die paraguayische Gesetzgebung verlangt, dass jeder öffentliche Bedienstete zwei Vermögenserklärungen abgibt – bei Amtsantritt und beim Ausscheiden aus dem Amt –, mit einer Frist von 15 Werktagen nach jedem Ereignis. Bei Nichteinhaltung wird eine Geldstrafe von 20 % des Gehalts pro 30 Tage Verspätung fällig, die bis zu 100 % betragen kann.