Der Ex‑Senator Erico Galeano, in zweifacher Instanz zu 13 Jahren Haft wegen Geldwäsche und krimineller Vereinigung im Rahmen der Operation „A Ultranza“ verurteilt, wurde am Mittwochmorgen, dem 20., ins Nationale Zentrum für Vorbeugung verlegt, das sich in den Räumlichkeiten des ehemaligen Gefängnisses Tacumbú im Stadtteil Santa Ana in Asunción befindet.
Die Verlegung wurde vom Justizdepartement der Nationalpolizei angeordnet, das den sofortigen Transport des ehemaligen Parlamentariers anordnete. Galeano verbrachte die Vorabendnacht im Sitz des Justizdepartements und wurde gegen 10 Uhr in ein Polizeifahrzeug – das Mobil 40 – geladen und zum vorläufigen Haftzentrum gebracht.
Die Untersuchungshaft wurde vom Strafgericht, bestehend aus den Richtern Pablino Barreto, Inés Galarza und Juan Dávalos, nach Antrag des Staatsanwalts auf Überprüfung der Sicherungsmaßnahmen angeordnet. Galeanos Verteidigung kann die Entscheidung noch anfechten.
Der Ex‑Senator, Mitglied der Nationalen Republikanischen Vereinigung (ANR, Colorado‑Partei), war Ziel der Ermittlungen, die ein Geldwäschenetzwerk im Zusammenhang mit Drogenhandel zerschlugen. Die Verurteilung in erster und zweiter Instanz war bereits vor Anordnung der Untersuchungshaft bestätigt worden.