Die Föderation für Produktion, Industrie und Handel (Feprinco) hat José Emilio Argaña die Unterstützung als Vertreter des Arbeitgebersektors im Verwaltungsrat des Sozialversicherungsinstituts (IPS) entzogen. In einer Erklärung gegenüber dem Radiosender 780 AM sagte der Präsident der Feprinco und der Industrieunion Paraguays (UIP), Enrique Duarte, dass Argañas Verbleib unhaltbar sei und der Verband sich nicht mehr vertreten fühle.
Duarte kritisierte Argañas Amtsführung, insbesondere die Beantragung eines 15-tägigen Urlaubs mit voller Bezahlung, und wies auf mangelnde interne Transparenz hin. Die Feprinco habe dem Ratsmitglied ein formelles Schreiben übermittelt, in dem gefragt werde, warum es von kritischen IPS-Angelegenheiten über die Presse und nicht über direkte Kanäle erfahre. Der Auslöser sei gewesen, ebenfalls über die Medien zu erfahren, dass Argaña vor der Ernennung von Isaías Fretes zum Präsidenten des Verwaltungsrats seinen Rücktritt eingereicht habe.
Ein weiterer Reibungspunkt war Argañas Aussage, er sei nur dem Produktionssektor verantwortlich, obwohl er in der Praxis den gesamten Arbeitgebersektor vertrete. Angesichts dieser Lage habe die Feprinco Schreiben übermittelt, in denen sie die Entscheidung von Präsident Fretes zur Erneuerung voll und ganz unterstütze. „Wir unterstützen direkt per Brief, in dem wir sagen, dass wir voll und ganz mit seiner Entscheidung zur Erneuerung übereinstimmen“, schloss Duarte.