Eine Tragödie erschütterte die Stadt Lambaré in der Metropolregion von Asunción. Eine Frau tötete ihren eigenen 7-jährigen Sohn und nahm sich anschließend das Leben. Vor der Tat veröffentlichte sie eine Nachricht auf Instagram, in der sie erklärte, es leid zu sein, keine Antwort auf die Anzeigen zu erhalten, dass der Junge systematisch sexuell missbraucht worden sei – durch den leiblichen Vater.
Die Staatsanwältin Amelia Bernal von der Strafrechtseinheit Lambaré teilte mit, dass die Anzeige am 9. Dezember 2024 registriert wurde. Damals wurde das Kind in eine forensische Klinik gebracht, wo der Arzt Anzeichen körperlicher Gewalt ausschloss. Die Ermittlungen wurden mit einem psychologischen Gespräch fortgesetzt, doch der Minderjährige zeigte sich zögerlich und konnte die angeblichen Missbrauchshandlungen nicht im Detail schildern. Die Mutter selbst geriet während der Aussage in Widersprüche.
Am Tag nach der Anzeige hatte die Frau bereits versucht, sich mit dem Kind vor ein Fahrzeug zu werfen, und kletterte später auf ein Dach, um sich zu stürzen. Der Fall wurde dem Gemeinderat für die Rechte des Kindes und des Jugendlichen (Codeni) gemeldet, der den Jungen rettete und einem Familienmitglied übergab. Weitere Gespräche wurden vereinbart, aber niemand brachte das Kind hin. Die Tante des Jungen erklärte, er habe ihr nie von Missbrauch erzählt.
Die Staatsanwaltschaft stellte klar, dass der sexuelle Missbrauch nie bestätigt werden konnte: Die medizinische Untersuchung schloss körperliche Verletzungen und Anzeichen von Gewalt aus. Die Staatsanwaltschaft betonte, dass die ursprüngliche Anzeige trotz der Schwere des Ausgangs keine gutachterliche Stütze hatte.