Gouverneur von Guairá dementiert Bewerbung um Präsidentschaftskandidatur – Opposition visiert 2028 an

César Sosa, Gouverneur von Guairá, weist Spekulationen über eine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur zurück und setzt Prioritäten auf die Kommunalwahlen. Die Opposition unter Führung der Senatorin Yolanda Paredes bereitet indes eine Strategie für 2028 vor, die auf Einheit und Korruptionsbekämpfung abzielt.

Gouverneur von Guairá dementiert Bewerbung um Präsidentschaftskandidatur – Opposition visiert 2028 an

César Sosa, Gouverneur von Guairá (Partido Colorado – ANR), dementierte am Freitag, dem 22. Gerüchte, er plane eine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur. Gegenüber der Presse bezeichnete Sosa die Behauptung, es gebe eine Absprache im Gouverneursrat zur Förderung seiner Kandidatur, als „völlig falsch“. „Davon war nie die Rede, und es gab keine solche Vereinbarung“, erklärte er.

Sosa räumte ein, dass sein Name zeitweise als möglicher Vizepräsidentschaftskandidat im Gespräch gewesen sei, diese Option jedoch aufgeschoben worden sei. Der Fokus der Partei liege nun auf den Kommunalwahlen am 4. Oktober, bei denen in ganz Paraguay Bürgermeisterämter vergeben werden. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Gemeinden zu gewinnen und die Leistung der lokalen Führungskräfte zu bewerten“, sagte er.

Der Gouverneur schloss aus, die von Ex-Präsident Horacio Cartes geführte Bewegung Honor Colorado zu verlassen, obwohl er einräumte, dass Angebote anderer politischer Gruppen üblich seien. „Solche Angebote gab es immer und wird es immer geben, aber ich fühle mich in Honor Colorado wohl. Ich werde weder zur Força Republicana noch zum Colorado Añeteté wechseln“, betonte er.

Während sich die Partido Colorado auf die lokalen Wahlen konzentriert, beginnt die Opposition mit der Planung ihrer Strategie für 2028. Die Senatorin Yolanda Paredes (Cruzada Nacional) bestätigte, dass ihre Partei einen Kandidaten für die Präsidentschaft aufstellen werde, und schloss nicht aus, selbst als Präsidentin oder Vizepräsidentin anzutreten. „Wir prüfen diese Möglichkeit intern“, sagte sie im Interview mit Radio 730 AM. Sie nannte den Gouverneur von Central, Ricardo Estigarribia (PLRA), als möglichen Partner, betonte jedoch, dass es noch keine konkreten Gespräche gebe.

Paredes forderte die Einheit der Opposition, allerdings unter einer Bedingung: Die Bekämpfung der Korruption müsse Priorität haben. „Wir werden uns nicht nur zusammenschließen, um die Farbe der Regierung zu wechseln und weiter zu stehlen“, erklärte sie. Ihrer Ansicht nach spiegeln Kommunalwahlen nicht zwangsläufig die Stimmung bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen wider, da die Wähler je nach Wahlgang unterschiedliche Schwerpunkte setzten. „Bei Kommunalwahlen geht es um den Stadtteil, um den Brunnen. Bei den nationalen Wahlen stehen die politischen Leitlinien für das ganze Land im Mittelpunkt“, erläuterte sie.

Die Senatorin kritisierte den „billigen Individualismus“ unter den Oppositionellen und forderte, dass die Kandidaten klare Konzepte für das Land vorlegen. „Die Zeit vergeht, und die Partido Colorado wird immer stärker, während die Opposition es nicht schafft, sich zu einigen“, warnte sie. Die Cruzada Nacional, die 2023 ohne amtierende Gouverneure oder Bürgermeister ein beachtliches Wahlergebnis erzielte, will 2028 mit einem Antikorruptionsprogramm an diesen Erfolg anknüpfen.

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Quellen (5)

Aktualisiert: 23.08.2026, 01:00