Humaitá und der argentinische Chaco treiben die Schaffung eines neuen Grenzübergangs in Curupayty voran

Paraguayische und argentinische Behörden treiben die Regulierung eines neuen internationalen Grenzübergangs in Curupayty voran, der die Reisezeit zwischen Humaitá und Las Palmas (argentinischer Chaco) auf 10 bis 15 Minuten verkürzen und den überlasteten Grenzposten von Clorinda entlasten sowie die Wirtschaft von Ñeembucú ankurbeln soll.

Der Bürgermeister von Humaitá, Julio Caballero (PLRA), bestätigte, dass die Gespräche mit Institutionen beider Länder zur Regulierung des Grenzübergangs in Curupayty voranschreiten. Dieser Punkt wird in den letzten Jahren von den Bewohnern der Region aufgrund der Schnelligkeit der Strecke bis zum argentinischen Territorium zunehmend genutzt.

Nach Angaben des Gemeindevorstehers dauert die traditionelle Überfahrt vom Hafen von Humaitá bis zur argentinischen Stadt Las Palmas in der Provinz Chaco mehr als eine Stunde, während die Flussüberquerung von Curupayty aus nur 10 bis 15 Minuten dauert, was sie zu einer viel praktischeren Alternative für Passagiere und Transportunternehmen macht.

Caballero wies darauf hin, dass auf argentinischer Seite bereits Kontrollbehörden wie die Präfektur für Seefahrt und Einwanderungsbüros tätig sind, auf paraguayischem Territorium jedoch noch eine Niederlassung der Einwanderungsbehörde fehlt, um den internationalen Verkehr rechtlich zu formalisieren. In diesem Zusammenhang erklärte er, dass die Stadtverwaltung von Humaitá bereit sei, in die grundlegende Infrastruktur zu investieren und institutionelle Vereinbarungen zu treffen, um den Betrieb des künftigen Grenzpostens zu erleichtern. Zu den geplanten Verbesserungen gehören der Bau von Rampen, die Anpassung der Zufahrten und die Instandsetzung der Anlegestelle.

Die Verhandlungen gewannen nach einem kürzlich in Humaitá abgehaltenen Treffen mit Vertretern von Las Palmas, Behörden aus dem Chaco und dem nationalen Abgeordneten Diosnel Aguilera an Dynamik. In den nächsten Tagen ist ein weiteres Treffen geplant, um die Departementsregierung von Ñeembucú einzubeziehen und die Verwaltungsverfahren zu beschleunigen.

Eines der Hauptziele des Projekts ist die zunächstige Inbetriebnahme einer Fähre für den Transport von Lastkraftwagen, um den starken Verkehr zu entlasten, den der Grenzposten von Clorinda derzeit bewältigt, wo täglich Hunderte von Schwerfahrzeugen verkehren. Vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen 10 % und 20 % des Güterverkehrs auf diesen neuen internationalen Korridor umgeleitet werden könnten, was einen wichtigen wirtschaftlichen Impuls für die Region darstellen würde.

Langfristig träumen die Behörden und die Bewohner vom Bau einer internationalen Brücke, die die Verbindung zwischen den beiden Ländern endgültig festigen würde. Der künftige Grenzübergang wird auch durch den Fortschritt der Arbeiten an der sogenannten Historischen Route gestärkt, die Pilar, Humaitá und Paso de Patria verbindet. Die in den entsprechenden Losen durchgeführten Arbeiten haben es ermöglicht, die Befahrbarkeit nach den heftigen Regenfällen in der Gegend zu verbessern. Der Bürgermeister betonte, dass durch Bemühungen beim Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) und bei den mit dem Straßenbau beauftragten Unternehmen Maßnahmen ergriffen wurden, um den Fahrzeugverkehr auf einem Abschnitt zu gewährleisten, der als strategisch für die touristische, kommerzielle und logistische Entwicklung des Südens des Landes gilt.