Itaipú wird 52 Jahre alt – Symbol der Integration zwischen Paraguay und Brasilien

Das binationale Wasserkraftwerk Itaipú, das rund 90 Prozent des paraguayischen Strombedarfs und sieben Prozent des brasilianischen Verbrauchs deckt, feierte an diesem Samstag sein 52-jähriges Bestehen. Die Betreibergesellschaft verwies auf Produktionsrekorde und die diplomatische Rolle bei der Überwindung von Grenzkonflikten.

Itaipú completa 52 anos como símbolo de integração entre Paraguai e Brasil
Itaipú completa 52 anos como símbolo de integração entre Paraguai e Brasil

Die Binationale Entität Itaipú beging an diesem Samstag den 52. Jahrestag ihrer Gründung im Mai 1974, als in Foz do Iguaçu, Brasilien, der erste Verwaltungsrat und die erste Geschäftsführung gebildet wurden. Das Kraftwerk, eines der größten Wasserkraftwerke der Welt, wurde ab Januar 1975 gebaut und nahm im Mai 1984 mit der ersten seiner 20 Turbinen den Betrieb auf.

Derzeit deckt Itaipú rund 90 Prozent des paraguayischen Stromverbrauchs und sieben Prozent des brasilianischen Bedarfs und nutzt dazu das Wasser des Paraná an der Grenze zwischen Hernandarias (Paraguay) und Foz do Iguaçu. In einer Mitteilung erklärte die Entität, der Bau sei das Ergebnis intensiver diplomatischer, technologischer und finanzieller Verhandlungen zwischen beiden Ländern gewesen, die in den 1960er Jahren begannen. Das Kraftwerk stehe für ein „Beispiel der Integration“, das einen Grenzkonflikt in ein monumentales Bauwerk verwandelt habe.

Zu den jüngsten Meilensteinen zählt ein Guinness-Weltrekord im November 2024 für die höchste kumulierte Stromproduktion: Seit 1984 wurden mehr als 3,038 Milliarden Megawattstunden erzeugt. 2016 stellte das Kraftwerk mit 103.098.366 MWh zudem den Weltrekord für die Jahreserzeugung auf. Derzeit ist es das drittstärkste Wasserkraftwerk der Welt – nach den chinesischen Anlagen Drei-Schluchten und Baihetan – und das zweitgrößte nach installierter Leistung, nur übertroffen von den Drei-Schluchten.