Die Itaipu Binacional veranstaltet am kommenden Samstag die letzte Aufführung ihres Licht- und Tonspektakels mit dem aktuellen monumentalen Beleuchtungssystem. Die seit fast 24 Jahren beliebte Show wird für etwa ein Jahr ausgesetzt, um eine neue LED-Technologie einzuführen.
Die Modernisierung des Systems wurde notwendig, da Ersatzteile für die derzeit verwendeten Metalldampflampen immer schwerer zu beschaffen sind. Die Hersteller produzieren keine Hochleistungsgeräte dieser Art mehr. Der vollständige Austausch war bereits 2006–2007 geplant, als das binationale Unternehmen mit der Umstellung auf LED begann.
Das neue Projekt behält die 829 bestehenden Beleuchtungspunkte bei und bewahrt das ursprüngliche Design, das 1997 vom brasilianischen Designer Peter Gasper entworfen und am 14. November 2002 eingeweiht wurde. Die LED-Technologie ermöglicht jedoch mehr Flexibilität: Farben und Lichtintensität lassen sich schnell und programmgesteuert über eine Steuerkonsole anpassen, ohne manuelle Eingriffe wie bisher.
Seit 2005 haben bereits 765.147 Besucher das Lichtspektakel am paraguayischen Ufer des Kraftwerks erlebt. Es zählt zu den wichtigsten nächtlichen Attraktionen der Region und bereichert das touristische Angebot des Tourismuskomplexes Itaipu (CTI). Nach der Modernisierung plant das Unternehmen, die bisher auf Freitage und Samstage beschränkten Vorführungen auf vier bis fünf Tage pro Woche auszuweiten.
Die gewählte Technologie entspricht jener, die bei weltweiten Leuchtdesign-Projekten zum Einsatz kommt – etwa am Empire State Building in New York, der Kathedrale Notre-Dame in Paris, dem Maracanã-Stadion in Rio de Janeiro oder dem Botanischen Garten in Curitiba.
