Arbeiten in Itaipú reduzieren Energieübertragung nach Brasilien auf null

Die Itaipú Binacional bestätigte, dass Modernisierungsarbeiten die Stromübertragung nach Brasilien auf null reduziert haben. Ein Branchenanalyst kritisierte daraufhin das Fehlen einer souveränen Energiepolitik in Paraguay und warnte, dass die Zunahme des lokalen Verbrauchs durch Kryptowährungs-Farmen angeheizt werde.

Arbeiten in Itaipú reduzieren Energieübertragung nach Brasilien auf null
KI-generierte Illustration.

Die Itaipú Binacional bestätigte, dass ihr Gleichstrom-Übertragungssystem mit stark reduzierter Kapazität arbeitet und zeitweise "Nullwerte" an Energie nach Brasilien einspeist. Diese Situation ist das Ergebnis von Modernisierungsarbeiten, die die Hälfte der Anlagen außer Betrieb halten.

Laut der Technischen Direktion des Rechten Ufers des binationalen Unternehmens verursacht der Austausch von Komponenten, kombiniert mit planmäßigen Wartungsarbeiten, erhebliche Einschränkungen bei der Übertragung. Die Entität teilte mit, dass dieser eingeschränkte Betrieb, der teilweise technische Stromausfälle möglich macht, zunächst bis Ende dieses Monats andauern soll.

Der Ingenieur Axel Benítez, ein Analyst des Energiesektors, sieht in der technischen Erklärung einen geopolitischen Schachzug. Er argumentiert, dass die Arbeiten Brasilien darauf vorbereiten, ab 2030 Energie nach Paraguay zu exportieren oder von dort zu importieren, während das Nachbarland seine Infrastruktur ausbaut. Benítez kritisiert das Fehlen einer souveränen Energiepolitik der paraguayischen Regierung und behauptet, dass medienwirksame Maßnahmen gegenüber einer langfristigen Strategie priorisiert werden.

Der Analyst stellte auch die jüngsten Abkommen der Regierung von Präsident Santiago Peña in Frage und bezeichnete sie als "Hauruck-Abkommen" (acordos apu'a), die den Status quo aufrechterhalten. Er vertritt die Ansicht, dass Paraguay einfach die Einhaltung des Itaipú-Vertrags fordern sollte, der dem Land 50 % der Produktion des Kraftwerks zu einem fairen Tarif garantiert.

Benzítez warnte zudem vor einer Verzerrung des Stromverbrauchs, der von der Nationalen Elektrizitätsverwaltung (ANDE) verwaltet wird. Seiner Ansicht nach wird der angebliche Anstieg der Nachfrage durch Kryptowährungs-Mining-Farmen getrieben, die im ersten Halbjahr 2026 bereits 30 % der von der ANDE abgerechneten Energie ausgemacht hätten sollen, und nicht durch ein echtes industrielles Wachstum.

Quellen (1)

Aktualisiert: 13.07.2026, 01:31