Junger Paraguayer stirbt im Ukraine-Krieg nach trügerischer Rekrutierung, klagt Familie an

Ein junger Paraguayer starb im Ukrainekrieg, nachdem er mit falschen Jobversprechen angeworben wurde, wie seine Familie anprangert. Sie warnt vor weiteren ähnlichen Fällen im Land.

Ein 21-jähriger Paraguayer, Néstor Adrián Barreto, aus der Stadt Choré im Departement San Pedro, starb im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, nachdem er unter falschen Versprechungen angeworben wurde. Sein Vater, Maximiliano Barreto, erklärte, sein Sohn sei mit Angeboten für gut bezahlte Arbeitsstellen hereingelegt worden.

Laut Familienangaben reiste Néstor im Februar nach Spanien, um zu arbeiten, wurde jedoch von einem kolumbianischen Staatsangehörigen angesprochen, der ihm Geld für das Steuern von Drohnen in der Ukraine anbot. Ohne militärische Erfahrung nahm der junge Mann das Angebot an und wurde an die Front geschickt, wo er schließlich ums Leben kam.

"Mein Sohn wurde betrogen. Sie versprachen viel Geld und sagten, er würde nur Drohnen bedienen", erklärte der Vater sichtlich bewegt. Die Familie erstattete bei der paraguayischen Staatsanwaltschaft Anzeige und warnte, dass weitere Jugendliche aus Orten wie Liberación, Lima, San Juan Nepomuceno und Colonia Esperanza auf dieselbe Weise angeworben worden seien.

Die Rekrutierer sollen ihre Opfer über soziale Medien ansprechen, wo sie einfache Jobs mit guten Gehältern anbieten, sie jedoch ohne ausreichende Vorbereitung in Kampfhandlungen schicken. "Sie werden als Köder benutzt und an die vorderste Front geworfen", klagte Maximiliano Barreto.

Die Staatsanwaltschaft von Paraguay führt die Ermittlungen in dem Fall und sucht nach den Verantwortlichen für das betrügerische Rekrutierungssystem.

Quellen (3)

Aktualisiert: 02.07.2026, 07:20