Angesichts von Fragen zur Zuverlässigkeit der elektronischen Wahlurnen für die parteiinternen Vorwahlen trat Senator Derlis Maidana, von der Bewegung Honor Colorado, zur Verteidigung des Obersten Wahlgerichtshofs (TSJE) an. In jüngsten Erklärungen betonte Maidana, dass die Behörde „durchaus Glaubwürdigkeit“ besitze und die politische Klasse verantwortungsvoll handeln und den Institutionen ihre Unterstützung gewähren müsse.
Die Äußerung des Senators des Cartismo erfolgt, nachdem die abtrünnige Senatorin Lilian Samaniego, Führerin der Bewegung Causa Republicana, öffentlich die Nichteinhaltung des Wahlzeitplans angeprangert hatte. Laut Samaniego hätte die technische Prüfung der Wahlmaschinen bereits im Februar beginnen sollen, sei aber nie durchgeführt worden. Sie kritisierte die Wahljustiz, weil sie die Beteiligung eines Vertreters der Nationalen Republikanischen Vereinigung (ANR) an den Kontrollen behaupte, und argumentierte, dass dieser Delegierte nur der Regierungspartei und nicht den anderen Sektoren der Partei verantwortlich sei.
„Die Colorado-Partei ist nicht Honor Colorado. Heute sind wir etwa drei Millionen Paraguayer. An diesen Vorwahlen werden 51 interne Bewegungen teilnehmen; eine einzige Bewegung repräsentiert nicht die Partei“, betonte Samaniego, die bedauerte, keinen technischen Bericht über den Zustand der Wahlurnen erhalten zu haben.
Maidana hingegen spielte die Bedeutung der IT-Prüfungen herunter und erklärte, dass die wahre Kontrolle der manuelle Datenabgleich am Wahltag sei. „Die größte Prüfung ist, dass die Anzahl der Stimmzettel in den Umschlägen mit dem übereinstimmen muss, was als Ergebnis der elektronischen Wahlurnen ausgedruckt wird“, argumentierte er. Er lenkte die Kritik am TSJE auch ab, indem er an angebliche „skandalöse Betrugsfälle“ bei den Vorwahlen der Authentischen Radikalliberalen Partei (PLRA) erinnerte und beschuldigte, dass Mitarbeiter von Efraín Alegre bei den letzten Wahlen der Partei „fünfmal abgestimmt“ hätten. „Zumindest in der Colorado-Partei passiert das nicht mehr“, schloss er.
Samaniego bekräftigte die Position der internen Sektoren, die nicht dem Cartismo nahestehen, die den Parteibehörden eine formelle Note mit der Forderung nach Transparenz vorgelegt hatten. Sie hinterfragte das Fehlen technischer Berichte und die Verzögerung der Prüfung, die ihrer Meinung nach die IT-Kontrolle des Systems treiben lasse.