Mit 93 Jahren hat Lilia Piatti den Doktortitel in Pädagogik erworben, nachdem sie ihre Dissertation erfolgreich am Nationalen Hochschulinstitut „Dr. Raúl Peña“ (INAES) verteidigt hat. Die Verteidigung fand am Dienstag im Multifunktionssaal der Einrichtung statt.
Ihre Arbeit mit dem Titel „Auswirkungen der digitalen Kluft auf das andragogische Lernen erwachsener Studierender, die Videoplattformen als Bildungsinstrumente nutzen“ erhielt die Bestnote der Prüfungskommission. Diese bestand aus der Generaldirektorin, Professorin Dr. Claudelina Marín, sowie den Doktoren Derlis Martínez und Rubén Argüello.
Die Studie untersucht die Schwierigkeiten, mit denen Erwachsene beim Einsatz digitaler Werkzeuge für das Lernen konfrontiert sind – ein Thema, das Piatti während der Pandemie selbst erlebte, als sie sich im Rahmen eines Masterstudiums an die Technologie anpassen musste. Nach der Verteidigung zeigte sie sich sichtlich gerührt und sagte: „Jetzt dürfen Sie mich Doktorin nennen.“
Die Leistung der neuen Absolventin des INAES-Postgraduiertenprogramms vermittelt eine klare Botschaft: Es ist nie zu spät, einen akademischen Traum zu verfolgen.
