ÖPNV in Alto Paraguay nimmt Betrieb nach 40 Tagen wieder auf – Fahrpreise steigen um 10 Prozent

Der öffentliche Nahverkehr in die Region Alto Paraguay wurde nach 40 Tagen der Isolation durch Überschwemmungen wieder aufgenommen, wobei die Fahrpreise um 10 % gestiegen sind, trotz der prekären Straßenverhältnisse und Fahrzeuge, die weiterhin anfällig für Wettereinflüsse sind.

ÖPNV in Alto Paraguay nimmt Betrieb nach 40 Tagen wieder auf – Fahrpreise steigen um 10 Prozent
KI-generierte Illustration.

Der öffentliche Verkehrsdienst, der Asunción mit Gemeinden in Alto Paraguay verbindet, wurde nach mehr als 40 Tagen Unterbrechung wieder aufgenommen. Der Stillstand war durch die Isolation aufgrund überschwemmter Straßenabschnitte infolge von Regenfällen verursacht worden. Mit der Rückkehr der Busse sehen sich die Fahrgäste einer durchschnittlichen Fahrpreiserhöhung von 10 Prozent gegenüber.

Die neuen Preise wurden entsprechend der Entfernung festgelegt. Für Bahía Negra, den am weitesten entfernten Ort, kostet die einfache Fahrt 275.000 Guaraníes, was für Hin- und Rückfahrt 550.000 Guaraníes ergibt. Der Service verkehrt einmal pro Woche. Nach Fuerte Olimpo stieg der Preis auf 235.000 Guaraníes (einfach), und nach Carmelo Peralta auf 230.000 Guaraníes. Der Service in diese beiden letztgenannten Städte findet zweimal wöchentlich statt.

Die Erhöhung erfolgt trotz der prekären Zustände der Fahrzeuge, die als "Schrottkarren" beschrieben werden und auf der langen Fahrt häufig mechanische Defekte aufweisen. Das verantwortliche Unternehmen, San Juan SRL, gibt an, dass es aufgrund des kritischen Zustands der Erdwege keine moderneren Fahrzeuge in die Region schicken könne.

Die Fahrten bleiben vollständig von den Wetterbedingungen abhängig. Ein einfacher Regenschauer kann zur Absage des Dienstes führen, und längere Regenperioden führen zu monatelanger Isolation. Obwohl Reparaturarbeiten im Wert von 17,5 Milliarden Guaraníes vom Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) begonnen wurden, reichten die durchgeführten Arbeiten nicht aus, um die jüngste Sperrung zu verhindern. Diese wurde erst mit Hilfe von Freiwilligen sowie Maschinen von Estancieros, dem MOPC und der Regionalverwaltung überwunden.

Da Prognosen davon ausgehen, dass das Phänomen El Niño dem Land intensive Regenfälle bringen wird, könnte sich die Situation erneut kritisch zuspitzen und die Bewohner der Region erneut isolieren.

Quellen (1)

Aktualisiert: 11.07.2026, 01:37