Operation Umbral 2.5: Paraguay verlegt Insassinnen in die Justizvollzugsanstalt Emboscada

Das Justizministerium Paraguays hat am Sonntag die Operation Umbral 2.5 gestartet und Frauen aus verschiedenen Haftanstalten in die Justizvollzugsanstalt für Frauen (Comple) in Emboscada verlegt. Die Operation wird vom Nationalen Verteidigungsrat (CODENA) unterstützt und zielt darauf ab, die Unterbringung von Frauen zu zentralisieren. Der Nationale Mechanismus zur Verhütung von Folter (MNP) hatte bereits schwere Menschenrechtsverletzungen im Comple festgestellt, darunter langwierige Isolationshaft und fehlende psychische Gesundheitsversorgung.

Operativo Umbral 2.5: Paraguai transfere detentas para o Complexo Penitenciário de Emboscada
Operativo Umbral 2.5: Paraguai transfere detentas para o Complexo Penitenciário de Emboscada

Das Justizministerium Paraguays hat in den frühen Morgenstunden und am Vormittag dieses Sonntags die Operation Umbral 2.5 eingeleitet, bei der Frauen aus der Haft in die Justizvollzugsanstalt für Frauen (Comple) in Emboscada verlegt werden. Die Operation, die unter der Aufsicht des Nationalen Verteidigungsrates (CODENA) steht, zielt darauf ab, die Unterbringung von Frauen im Land zu zentralisieren.

Die Insassinnen werden aus verschiedenen Haftanstalten mit Frauenabteilungen gebracht. Es ist die zweite große Verlegung seit Oktober 2025, als mehr als 600 Frauen aus dem ehemaligen Gefängnis Buen Pastor in Asunción in das Comple verlegt wurden. Das Justizministerium hat noch keine genauen Zahlen zu den in dieser Phase verlegten Insassinnen oder zum Anteil der Untersuchungshäftlinge und Verurteilten veröffentlicht.

Der Nationale Mechanismus zur Verhütung von Folter (MNP) hatte bereits in einem aktuellen Bericht festgestellt, dass im Comple weiterhin schwere Menschenrechtsverletzungen bestehen, insbesondere bei Frauen mit psychischen Gesundheitsdiagnosen. Die Behörde wies auf das Fehlen einer systematischen psychotherapeutischen und psychiatrischen Betreuung, unzureichende Medikamentenversorgung und die langwierige Anwendung von Isolationshaft in Hochsicherheitsbereichen hin, wo die Insassinnen 22 Stunden am Tag in Zellen verbringen und nur zwei Stunden Ausgang auf einen kleinen, geschlossenen Hof haben. Diese Bedingungen, so der MNP, verstoßen gegen internationale Standards und wirken sich negativ auf die psychische Gesundheit der Insassinnen aus.