Die Regierung Paraguays beschleunigt Pläne zur Diversifizierung ihres Energiemixes, um zu verhindern, dass das Land seinen Stromüberschuss bis 2030 aufbraucht, wie der Chef des Präsidialamtes, Javier Giménez, erklärte.
In einem Interview beschrieb Giménez den gegenwärtigen Zeitpunkt als "entscheidend" für die paraguayische Energiezukunft und betonte, dass die Exekutive verschiedene Alternativen zur Erweiterung des Angebots prüfe. Zu den Optionen gehören Gaskraftwerke, die Nachrüstung bestehender Wasserkraftwerke, Solarprojekte mit Batteriespeicherung, Windparks und kleine Wasserkraftwerke.
Der Kabinettschef bestätigte, dass die Regierung Gespräche mit Argentinien führt, um die Machbarkeit zu prüfen, Gas vom Feld Vaca Muerta nach Paraguay zu bringen, möglicherweise durch den Chaco oder über Formosa bis nach Villa Hayes. Ziel wäre es, diesen Brennstoff für eine stabilere Stromerzeugung zu nutzen.
Giménez hob auch das Potenzial der Solarenergie hervor und enthüllte, dass ein Pilotprojekt mit schwimmenden Paneelen im Itaipú-Stausee deutlich geringere Kosten als erwartet aufwies – zwischen 30 und 35 US-Dollar pro Megawatt gegenüber anfänglichen Schätzungen von 60 bis 70 US-Dollar.
Neben technischen Alternativen strebt die Regierung durch institutionelle Reformen, klare Regeln und Bürokratieabbau private Investitionen im Energiesektor an, um Paraguay als attraktives Ziel für ausländisches Kapital zu etablieren.
