Paraguay exportiert erstmals Kiefernharz nach Brasilien, während starke Winde Schäden verursachen

Paraguay hat erstmals Pinienharz nach Brasilien exportiert, ein Meilenstein für den Forstsektor, während starke Winde im Land für Verwüstungen sorgen: Stromausfälle, abgedeckte Dächer und über 70 Brände, die sich landesweit ausbreiten.

Paraguay exportiert erstmals Kiefernharz nach Brasilien, während starke Winde Schäden verursachen
KI-generierte Illustration.

Paraguay hat seine erste Exportlieferung von Kiefernharz nach Brasilien durchgeführt, was einen neuen Meilenstein in der Diversifizierung der Forstproduktion des Landes markiert. Die Initiative wurde von der Grupo Felber in Partnerschaft mit dem paraguayischen Holzwirtschaftsverband Fepama (Federación Paraguaya de Madereros) und dem Unternehmen Resindur unter der Leitung von Luis Silva durchgeführt.

Carsten Felber, Direktor der Gruppe, erklärte, dass der Prozess etwa acht Monate Arbeit in einer Kiefernplantage erforderte, einschließlich kontrollierter Einschnitte in die Bäume und periodischer Harzernte. Arbeiter wurden in Argentinien geschult, um die notwendigen Techniken anzuwenden.

Das Harz wird in Brasilien verarbeitet, wo es gefiltert, destilliert und in zwei Hauptderivate umgewandelt wird: Terpentin und Kolophonium. Letzteres wird zu einer Fabrik in Portugal zur Herstellung von Farben, Klebstoffen, Enthaarungswachsen und anderen Produkten geschickt.

Während der Forstsektor diesen Erfolg feiert, richteten starke Winde mit Böen von bis zu 109 km/h in mehreren Regionen des Landes Schäden an. In Itapúa stürzten Strommasten um und Häuser wurden abgedeckt, was Tausende in Städten wie Obligado, Encarnación und Edelira ohne Strom ließ.

Die Freiwillige Feuerwehr Paraguays rief nach der Bekämpfung von mehr als 70 Waldbränden in 48 Stunden nationalen Alarm aus. Die Windböen, die in mehreren Gebieten 90 km/h erreichten, erleichterten die schnelle Ausbreitung der Flammen, die eine Schule im Chaco und das Reservat des Cerro Kói in Areguá bedrohten.

Die Direktion für Meteorologie und Hydrologie prognostiziert, dass die starken Winde bis Samstag mit mäßiger bis starker Intensität im gesamten Landesgebiet anhalten werden.

Quellen (6)

Aktualisiert: 18.07.2026, 08:29