Der paraguayische Verband der Fleischproduzenten und -exporteure (Appec) unterstützt die Entscheidung von Präsident Santiago Peña, das Schema der vollständigen Impfung gegen Maul- und Klauenseuche bis 2028 beizubehalten. Die Viehwirtschaftsbranche argumentiert, dass die Fortsetzung der Immunisierung entscheidend ist, um den Zugang zu den internationalen Märkten zu erhalten – eines der wichtigsten Vermögenswerte der paraguayischen Fleischkette, die im vergangenen Jahr Exporte von über zwei Milliarden US-Dollar verzeichnete.
Marco Panciotto, der Vorsitzende von Appec, betonte, dass eine Aussetzung der Impfung ein "enormes Risiko" für die Produzenten darstellen würde, ohne einen gleichwertigen konkreten Vorteil zu bieten. Er unterstrich, dass ein eventuelles Ende der Impfung von der Stärkung der institutionellen Fähigkeiten des Landes zur Prävention, Erkennung und Bewältigung von Gesundheitsnotfällen begleitet werden müsse.
Daniel Prieto, der Präsident des Landwirtschaftsverbands von Paraguay (ARP), bestätigte, dass sich die Regierung verpflichtet hat, das derzeitige Schema bis zum Ende von Peñas Amtszeit beizubehalten, was den Produzenten Planungssicherheit und Ruhe gebracht habe. Die Maul- und Klauenseuche-Impfkampagne 2026 habe bereits 12,7 Millionen Rinder erreicht, was einem Fortschritt von 99,28 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
Parallel dazu stellte Paraguay seine erfolgreiche Erfahrung bei der Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche auf der 28. Sitzung der Unterkommission für Maul- und Klauenseuche in Südostasien, China und der Mongolei in Ulaanbaatar vor. José Carlos Martin, der Präsident des Nationalen Dienstes für Tiergesundheit und -qualität (Senacsa), hob hervor, dass die Einladung eine Anerkennung der Arbeit der Länder des Südkegels darstellt.
Der paraguayische Vortrag behandelte Themen wie die aktuelle gesundheitliche Situation in der Region, Präventions- und Kontrollmaßnahmen, die Funktionsweise des Impfstoffbank Banvaco und die Fortschritte des Aktionsplans des Hemisphärischen Programms zur Ausrottung der Maul- und Klauenseuche 2026–2030. Die Veranstaltung positionierte das Land und das Ständige Veterinärkomitee des Südkegels (CVP) als technische Referenzen in der Tiergesundheit.
Obwohl die Expertise Paraguays international anerkannt ist, bleibt die innerstaatliche Debatte über ein Ende der Impfung vorsichtig. Die Produktionsbranche besteht darauf, dass die Anerkennung des Erfolgs bei der Bekämpfung der Krankheit nicht zur Aussetzung der Immunisierung führen darf, bevor keine robusten institutionellen Rahmenbedingungen geschaffen sind, um Gesundheits- und Handelsrisiken zu mindern.
