Die Koordinatorin für Menschenrechte in Paraguay (Codehupy), der Verband der Yerbateros von Paso Yobái und der Anführer der indigenen Gemeinschaft Yvyty Kora haben eine Strafanzeige gegen das Unternehmen Latin American Minerals Paraguay (Lampa S.A.) eingereicht. Die Anzeige betrifft mutmaßliche Umweltverbrechen im Zusammenhang mit dem Goldbergbau im Bezirk Paso Yobái im Departement Guairá.
Die bei der Staatsanwaltschaft eingereichte Anzeige behauptet, dass der Bergbaubetrieb des Unternehmens den unsachgemäßen Einsatz und Umgang mit giftigen Substanzen beinhalte. Dies führe zu Umweltverschmutzung, die die Gesundheit der lokalen Gemeinschaften sowie Bäche, Böden und landwirtschaftliche Kulturen der Region beeinträchtige. Die Anzeigenerstatter forderten die Einleitung einer Untersuchung und die Verhängung von Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Schäden.
Der Fall stützt sich auf eine Studie, die im vergangenen Jahr von akademischen Einrichtungen, darunter der Nationalen Universität von Asunción, veröffentlicht wurde. Diese wies in dem Gebiet Cyanidwerte nach, die bis zu 40-fach über den international zulässigen Grenzwerten lagen. Die Forschung deutete auf einen alarmierenden Umweltverfall hin, der die Gesundheit der Bevölkerung und die traditionelle Lebensweise der Yerbateros gefährden würde.
Bereits im Juli hatten die Staatsanwaltschaft und die Nationalpolizei gemeinsame Kontrolloperationen in der Region Paso Yobai durchgeführt, um Anschuldigungen über Verschmutzung und Fischsterben zu überprüfen. Dies deutet auf eine zunehmende behördliche Überwachung der Bergbauaktivitäten in dem Gebiet hin.
Eine Stellungnahme des Unternehmens Lampa S.A. zu den Vorwürfen war in den ausgewählten Quellen nicht verfügbar.
