Die paraguayische Regierung hat zwischen 2013 und 2026 bereits mehr als 9 Milliarden US-Dollar durch Staatsanleihen auf den internationalen Finanzmärkten aufgenommen, wie Daten des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MEF) zeigen. Von diesem Betrag wurden bis Juni 2026 bereits 8,56 Milliarden US-Dollar an öffentliche Stellen überwiesen, während ein Restbetrag von 469,7 Millionen US-Dollar bei der Zentralbank von Paraguay eingelagert bleibt. Die ausstehenden Mittel konzentrieren sich hauptsächlich auf das MEF (67,6 %) und das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (27,1 %) und sind für Schuldentilgungen und Infrastrukturprojekte vorgesehen.
Während die Regierung die Mittel aus den Staatsanleihen verwaltet, beginnt offiziell der Wahlkampf für die Kommunalwahlen am 4. Oktober. Der Oberste Wahlgerichtshof (TSJE) hat politische Werbung ab diesem Dienstag (16. Juli) für einen Zeitraum von 77 Tagen freigegeben. Die aktuelle Gesetzgebung hat die Fristen für Werbung in traditionellen Medien vereinheitlicht, lässt jedoch Lücken in der Regulierung digitaler Kampagnen, für die es weiterhin keine spezifischen Regelungen gibt.
Die noch nicht transferierten Staatsanleihen beziehen sich vor allem auf jüngste Emissionen wie die Anleihen von 2026 und 2038 (314,93 Millionen US-Dollar) sowie von 2025 und 2055 (152,18 Millionen US-Dollar). Das Gesundheitsministerium erhält 24,66 Millionen US-Dollar dieser Mittel, während das MOPC 127,52 Millionen US-Dollar für Infrastrukturinvestitionen erhält.
Im Wahlkampf sieht das Gesetz Strafen von bis zu hundert Mindestlöhnen für vorzeitige Wahlwerbung vor, doch führten frühere Kontrollen nicht zu wirksamen Sanktionen. Mit dem offiziellen Start des Wahlkampfs intensivieren Kandidaten für Bürgermeisterämter und Gemeinderäte ihre politische Werbung, während Kritik an der fehlenden Regulierung für digitale Plattformen laut wird.
