Paraguay steigt erstmals in die Top 10 des Tagungstourismus in Lateinamerika ein

Das Land erreichte im ICCA-Ranking 2025 den sechsten Platz unter den Reisezielen der Region, während Asunción den achten Platz unter den Städten belegte. Das Segment erzielte eine geschätzte wirtschaftliche Wirkung von 300 Millionen US-Dollar.

Paraguay ist zum ersten Mal in die Top 10 der Tagungs- und Kongressdestinationen Lateinamerikas und der Karibik aufgestiegen, wie aus dem von der International Congress and Convention Association erstellten ICCA-Ranking 2025 hervorgeht. Das Land belegte den sechsten Platz in der Region, während Asunción unter den Städten mit den meisten internationalen Veranstaltungen den achten Platz erreichte.

Die Bekanntgabe erfolgte durch den Minister der Secretaría Nacional de Turismo (Senatur), Jacinto Santa María, gemeinsam mit dem Präsidenten des Asunción Convention & Visitors Bureau, Fernando Macedo. Santa María betonte, dass diese Anerkennung das Ergebnis jahrelanger, abgestimmter Arbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor sowie des Einsatzes von Verbandsführern sei, die Paraguay im Ausland vertreten, um Kongresse und Fachveranstaltungen anzuziehen.

Das Land verzeichnete 48 internationale Verbandsveranstaltungen, die den Kriterien der ICCA entsprachen und eine wirtschaftliche Wirkung von schätzungsweise 300 Millionen US-Dollar erzielten. Fernando Macedo hob die deutliche Erholung nach der Pandemie hervor: „Wir haben von 14 bis 16 internationalen Veranstaltungen auf aktuell 48 zugelegt.“ Das MICE-Segment (Meetings, Incentives, Conferences and Exhibitions) belebt Hotellerie, Gastronomie, Transport, Handel und spezialisierte Dienstleistungen.

Neben der Hauptstadt tauchen nun auch weitere paraguayische Städte wie Ciudad del Este, Encarnación und Filadelfia in der Klassifizierung auf, was das touristische und wirtschaftliche Potenzial des Landesinneren erweitert. Der Tagungstourismus gilt als eines der Segmente mit der höchsten Wertschöpfung, da die Teilnehmer in der Regel höhere Ausgaben als im traditionellen Tourismus tätigen und länger bleiben.