Paraguay verzeichnete im Juni eine Deflation von 0,3 %, wodurch die jährliche Inflationsrate auf 2,1 % gesunken ist, wie aus Daten der Zentralbank von Paraguay (Banco Central del Paraguay, BCP) hervorgeht. Die kumulierte Inflation im ersten Halbjahr belief sich auf 0,8 %, womit das Land weiterhin zu den Volkswirtschaften mit der geringsten Preisveränderung in Lateinamerika zählt.
Regionale Vergleiche mit Daten vom Mai zeigen, dass Paraguay mit 2,4 % die zweitniedrigste jährliche Inflationsrate der Region aufwies, nur übertroffen von Ecuador (0,9 %). Andere Länder wie Uruguay (3,8 %), Chile (3,9 %), Peru (3,9 %), Mexiko (3,9 %), Brasilien (4,7 %) und Kolumbien (5,8 %) verzeichneten höhere Raten. Argentinien und Bolivien wiesen weiterhin die höchsten Raten auf, beide bei 33,6 %.
Die Deflation im Juni wurde hauptsächlich durch fallende Preise für Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse sowie Fleisch, aber auch für Kraftstoffe und importierte langlebige Güter angetrieben. Demgegenüber verzeichneten Dienstleistungen, alkoholfreie Getränke und Fischwaren Preiserhöhungen.
Das Ergebnis hält die paraguayische Inflation unterhalb der Mitte des Inflationsziels der BCP, das bei 3,5 % mit einer Toleranzspanne von zwei Prozentpunkten festgelegt ist. Trotz der Verlangsamung bestehen internationale Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Preisen für Rohstoffe und Energie fort, wobei die Entwicklungen in verschiedenen Volkswirtschaften unterschiedlich verlaufen.
