Paraguays Bananenproduzenten und -exporteure haben eine Warnung vor der schweren Krise ausgesprochen, die den Sektor bedroht. Dieser sichert den Lebensunterhalt von mehr als 20.000 Familien in den Departamentos Caaguazú, San Pedro, Cordillera, Alto Paraná, Canindeyú und Concepción.
Die größte Sorge ist die Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Guaraní, die einen ungünstigen Wechselkursunterschied von mehr als 1.446 Punkten im Vergleich zum Durchschnitt von 2025 geschaffen hat. Diese Aufwertung der Landeswährung beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte, vor allem nach Argentinien, dem wichtigsten Zielland, aber auch nach Uruguay.
Während Konkurrenten wie Ecuador mit seiner dollarisierten Wirtschaft weniger von der argentinischen Wechselkursverzerrung betroffen sind, sehen sich die paraguayischen Produzenten mit stagnierenden Preisen konfrontiert. Sollte der Trend bis zum Ende der Saison anhalten, könnten die direkten Einnahmeverluste 37,7 Milliarden Guaraníes erreichen, ausgehend von einem Exportziel ähnlich der im Vorjahr erreichten 26 Millionen US-Dollar.
Neben dem Wechselkursproblem leidet der Sektor unter einem allgemeinen Anstieg der Betriebskosten. Die Produzenten nennen die gestiegenen internationalen Frachtraten und die höheren Preise für erdölbasierte Betriebsmittel wie Düngemittel, Schutzfolien und Verpackungen für die Früchte, was die Rentabilität der Plantagen drastisch reduziert.
