Das Mikrozentrum von Asunción erlebt eine Phase intensiver Aktivität mit zahlreichen Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an historischen Gebäuden. Vom Sitz der Cooperativa de las Fuerzas Armadas bis zur Region Recova arbeiten Teams verschiedener Unternehmen an Fassaden, Böden und Strukturen – eine Bewegung, die auf die wirtschaftliche Wiederbelebung des Stadtzentrums hindeutet.
In der Calle Benjamín Constant, zwischen 14 de Mayo und Paraguayo Independiente, ist das Gebäude der Cooperativa de las Fuerzas Armadas in schwarze Netze und Gerüste gehüllt. Das Unternehmen Engineering SA, das die Ausschreibung gewonnen hat, führt die Restaurierung durch. Der für die Arbeiten verantwortliche Ingenieur Elion Ibarrola erklärte, dass die Arbeiten eine neue Putzschicht und einen neuen Anstrich sowie Reparaturen am Dach und eine Erweiterung umfassen. „Es wird eine neue Schicht aufgetragen und eine neue Farbgebung verliehen. Früher war es Latexfarbe; jetzt haben wir alles ausgetauscht und lassen den Putz atmen“, sagte er. Die Fertigstellung ist für November geplant.
In der ehemaligen Galería 14 de Mayo über der Calle Presidente Franco leitet der Architekt Francisco López die Restaurierung des Gebäudes mit Plänen für eine gewerbliche Nutzung. „Viele Gebäude werden instand gesetzt“, sagte López und hob auch die Verlegung der Stromleitungen unter die Erde hervor, die „optisch sehr hilft“ in der Region.
Die Steueranreize der Municipalidad de Asunción spielen in diesem Prozess eine zentrale Rolle. López betonte, dass „die Steuern im Mikrozentrum extrem hoch waren“ und dass die Steuersenkung sowohl für Immobilien als auch für Bauvorhaben „eine sehr wichtige Hilfe der Gemeinde“ sei. Ibarrola pflichtete bei: „Etwas Altes zu restaurieren hat seinen Preis, deshalb wollen die Leute es nicht machen, aber vielleicht wird es mit dem Vorteil der Stadtverwaltung machbar.“
Ronald Salinas, Leiter der Abteilung für Kulturerbe der Municipalidad, erläuterte, dass die Rabatte für als Kulturerbe eingestufte Einfamilienhäuser bis zu 100 % betragen können, sofern der Erhaltungszustand gut bis ausgezeichnet ist. Bei alternativer Nutzung kann die Befreiung bis zu 75 % betragen. „Es ist eine Möglichkeit, die gute Instandhaltung von Immobilien zu belohnen“, sagte er.
Neben diesen Punkten zeigen auch das Palacete Duarte an der Presidente Franco und O’Leary sowie das Gebiet Armada und Recova an der Colón und Benjamín Constant Restaurierungsarbeiten. In der Hafenregion werden ehemalige Lagerhäuser künftige Gastronomie- und Unterhaltungsräume beherbergen. Interessierte an den Steuervergünstigungen müssen bei der Gemeindeverwaltung die Resolution der Secretaría Nacional de Cultura oder das Certificado de Bien Cultural zusammen mit Architekturplänen, aktuellen Fotos des Gebäudes und dem Eigentumstitel einreichen.