Schlechte Straßen im Chaco verzögern 100 Häuser für indigene Gemeinde

Der schlechte Zustand der Straßen im paraguayischen Chaco verzögert den Bau von 100 Häusern für die indigene Ishir-Gemeinschaft Virgen Santísima in Fuerte Olimpo. Die Arbeiten sind erst zu 55 Prozent abgeschlossen, die Fertigstellung ist nun erst für Oktober vorgesehen.

Schlechte Straßen im Chaco verzögern 100 Häuser für indigene Gemeinde

Der schlechte Zustand der Straßen im paraguayischen Chaco verzögert den Bau von 100 Sozialwohnungen für die indigene Gemeinschaft Ishir Virgen Santísima in Fuerte Olimpo. Die Bauarbeiten, die im November 2025 vom Ministerium für Städtebau, Wohnungswesen und Habitat (MUVH) begonnen wurden, sind zu 55 % abgeschlossen, und die Fertigstellung ist erst für Oktober vorgesehen.

Jedes Haus wird zwei Schlafzimmer, einen Flur, eine Küche mit Herd und ein Blechbad mit Toilette und Dusche haben sowie über Strom- und Trinkwasserversorgung verfügen. Die geschätzten Kosten pro Einheit belaufen sich auf 96 Millionen Guaraní, was einem Gesamtbetrag von etwa 9,6 Milliarden Guaraní für das Projekt entspricht.

Der für die Bauarbeiten verantwortliche Architekt, Miguel Pereira, erklärte, dass das Hauptproblem der Transport der Materialien aus der Hauptstadt Asunción sei. Großlastwagen hätten Schwierigkeiten, auf Straßen zu fahren, die bei jedem Regen unpassierbar würden. Einmal sei es notwendig gewesen, einen Teil der Materialien auf dem Wasserweg mit einem Boot zu transportieren, was die Transportkosten erheblich verteuerte.

Das Bauunternehmen Almega Cía., vertreten durch Diego Armando Mercado, arbeitet mit Hochdruck, solange die Straßen befahrbar sind. Die meisten Arbeiter stammen aus der Gemeinschaft selbst, darunter Maurermeister und -gehilfen mit Bauerfahrung.

Der Gemeindevorsteher Carlos González betonte, dass die Baustelle neben der Bedeutung der neuen Wohnungen auch Einkommen für viele lokale Familien generiere. Die Ishir von Fuerte Olimpo sind für ihre Arbeit in den Bereichen Fischerei, Kunsthandwerk, Landwirtschaft und Bauwesen bekannt und pflegen eine enge Integration mit der nicht-indigenen Bevölkerung der Region.

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Quellen (1)

Aktualisiert: 30.07.2026, 01:30