Die verspätete Zahlung von Schulden der paraguayischen Regierung, die sich 2025 auf 1,5 Milliarden US-Dollar belaufen, hat bereits Mehrkosten von über 200 Millionen US-Dollar verursacht, so der Wirtschaftswissenschaftler Sergio Sapena. Er nennt drei negative Auswirkungen des Zahlungsverzugs und plädiert für eine Anhebung des Haushaltsdefizits auf 6 % des BIP als Lösung.
déficit fiscal
Diferencia negativa entre ingresos y gastos del gobierno paraguayo.
Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) Paraguays gab bekannt, dass das kumulierte Haushaltsdefizit von Januar bis April 2026 0,8 % des BIP betrug und damit innerhalb der vorgesehenen Grenze von 1,5 % liegt. Das Ergebnis spiegelt moderate Einnahmen, Wechselkurseffekte und Ausgaben in strategischen Sektoren wider.
Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) und die Nationale Steuerverwaltung (DNIT) haben neue Schätzungen zu Einnahmen und Ausgaben begonnen, um zu entscheiden, ob die derzeit auf 1,5 % des BIP festgelegte Defizitobergrenze angehoben werden muss. Der Schritt erfolgt, nachdem die Einnahmen im ersten Quartal hinter den Erwartungen zurückblieben, während das kumulierte Defizit bereits 0,8 % des BIP und das annualisierte Defizit 2,2 % erreicht.
Die paraguayische Straßenbaukammer (Cavialpa) fordert vom Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF) die Regulierung des Factoringsystems zur Begleichung von Staatsschulden gegenüber Bauunternehmen. Der Sektor warnt, dass Verzögerungen zu privater Verschuldung zwingen und die aktuellen Zahlungen den aufgelaufenen Schuldenstand nicht reduzieren.
Der Wirtschaftswissenschaftler Arnold Benítez erklärt, dass der starke Rückgang des Dollars die Einnahmen und den Haushalt 2026 unter Druck setzt, während der Zahlungsverzug bei Lieferanten eine Kette von Problemen auslöst, die den Staat selbst verteuert. Er plädiert dafür, die Qualität der Ausgaben zu priorisieren und Mechanismen wie Factoring zur Regulierung der Schulden einzusetzen.