Die starke Aufwertung des Guaraní gegenüber dem Dollar, mit einem Wechselkurs nahe G. 6.000, verringert die Bemessungsgrundlage für Importsteuern und setzt die Einnahmen der Nationalen Steuerbehörde (DNIT) unter Druck. Direktor Óscar Orué erklärt, dass das Importvolumen in Dollar bis April zwar um 5,2 % gestiegen sei, die Abwertung des US-Dollars um 20,5 % die Bemessungsgrundlage in Guaraní jedoch um 16,2 % habe sinken lassen, was vor allem den Zollanteil betreffe. Die DNIT hält an ihrer Steuerprognose für 2026 fest und setzt auf verstärkte Kontrollen und bessere Ergebnisse bei den internen Steuern, um die Verluste auszugleichen.
IVA a la importación
Impuesto al valor agregado aplicado a mercaderías importadas en Paraguay.
Der Wirtschaftswissenschaftler Arnold Benítez erklärt, dass der starke Rückgang des Dollars die Einnahmen und den Haushalt 2026 unter Druck setzt, während der Zahlungsverzug bei Lieferanten eine Kette von Problemen auslöst, die den Staat selbst verteuert. Er plädiert dafür, die Qualität der Ausgaben zu priorisieren und Mechanismen wie Factoring zur Regulierung der Schulden einzusetzen.