Ein Boot des Touristenanbieters Macuco Safari kenterte am Dienstag während einer Fahrt auf der brasilianischen Seite der Iguazú-Wasserfälle, wobei ein Mensch ums Leben kam und mindestens zwei weitere verletzt wurden. Der Unfall ereignete sich gegen 12:20 Uhr, als das Boot mit sechs niederländischen Touristen und einem Fahrer aus noch ungeklärter Ursache kenterte.
Nach Angaben der brasilianischen Behörden starb eine Person am Unfallort. Zwei weitere wurden ins Krankenhaus Municipal Padre Germano Lauck in Foz do Iguaçu gebracht; sie waren bei der Ankunft bei Bewusstsein und in einem stabilen Zustand. Die übrigen Insassen wurden vor Ort medizinisch versorgt. Erste Berichte einiger Medien, wie La Nación, meldeten zunächst eine vermisste Person, doch diese Information wurde von anderen Behörden oder den Rettungskräften vor Ort nicht bestätigt, die sich auf die Überlebenden und das Todesopfer konzentrierten.
Die Feuerwehr, Mitarbeiter von Macuco Safari und des Nationalparks Iguaçu führten eine schnelle Rettungsaktion durch. Der Unfall ereignete sich in einem Abschnitt, der als Puenteón da Grande Aventura bekannt ist, während das Boot eine Privattour für Gäste eines Hotels innerhalb des Parks durchführte.
Zum Zeitpunkt des Unfalls betrug die Wasserführung des Iguaçu-Flusses etwa 4.350 Kubikmeter pro Sekunde, ein Wert, der betrieblich als sicher gilt, obwohl er aufgrund der starken Regenfälle in der Region fast das Dreifache des historischen Durchschnitts von 1.500 m³/s betrug. Die Parkverwaltung hat noch keine offizielle Stellungnahme zu den Ursachen des Vorfalls abgegeben.
Dies ist der schwerste Unfall mit Beteiligung von Macuco Safari seit September 1999, als eine Kollision zwischen zwei Booten sieben Todesopfer forderte. Die Touristenfahrten in dem Gebiet wurden vorübergehend ausgesetzt, während die Untersuchungen andauern.
