Dalia López erhält Hausarrest im Fall der gefälschten Pässe für Ronaldinho

Die paraguayische Geschäftsfrau Dalia López, die im Zusammenhang mit den gefälschten Pässen für Ronaldinho und seinen Bruder angeklagt ist, wurde am Mittwoch von einem Richter unter Auflagen aus der Haft entlassen. Sie muss nun Hausarrest mit elektronischer Fußfessel verbüßen und eine hohe Kaution hinterlegen.

Die paraguayische Geschäftsfrau Dalia López, die im Skandal um gefälschte Pässe für den brasilianischen Ex-Fußballstar Ronaldinho und dessen Bruder Roberto de Assis Moreira angeklagt ist, hat am Mittwoch die Umwandlung ihrer Untersuchungshaft in Hausarrest erwirkt. Richter Francisco Acevedo gewährte ihr das Privileg, die Haft in ihrem eigenen Zuhause zu verbüßen, wie die Zeitung El Nacional berichtet.

López muss sich nun einer ständigen Überwachung mittels einer elektronischen Fußfessel unterziehen. Als Teil der Auflagen hinterlegte sie eine Immobilienkaution im Wert von rund 1,67 Millionen US-Dollar, die vom Gericht akzeptiert wurde.

Die Geschäftsfrau wird beschuldigt, Teil eines Netzwerks gewesen zu sein, das Ronaldinho und seinem Bruder bei ihrer Einreise nach Paraguay im März 2020 gefälschte Dokumente beschafft habe. Der Fall erlangte internationale Aufmerksamkeit, nachdem die beiden Brasilianer festgenommen und inhaftiert worden waren, weil die verwendeten Pässe als Fälschungen entlarvt wurden.

López war lange untergetaucht, bevor sie sich den paraguayischen Behörden stellte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr unter anderem mittelbare Herstellung falscher öffentlicher Dokumente und kriminelle Vereinigung vor.