141 Fachärzte des Allgemeinen Kinderkrankenhauses Niños de Acosta Ñu haben am Freitag, dem 28. August, Rücktrittsschreiben kommuniziert oder eingereicht. Das entspricht 86 Prozent der Belegschaft. Die Rücktritte sind jedoch noch nicht wirksam: Die Gewerkschaft teilte mit, sie werde bis Mitternacht auf ein Gegenangebot der Regierung zu ihrer Forderung nach einer Gehaltsanpassung warten. Eine andere Darstellung sprach von Rücktrittsdrohungen oder -absichten.
Die Mitteilung wurde an Direktor Héctor Castro übermittelt und betrifft Fachkräfte aus Endokrinologie, Rheumatologie, Augenheilkunde, Gynäkologie, Pneumologie, Gastroenterologie, Dermatologie, Allergologie, Nephrologie, Infektiologie, Anästhesiologie, Kinderchirurgie und Onkohämatologie sowie aus weiteren Bereichen. Das Dokument weist außerdem auf den möglichen Rücktritt aller Ärzte des Programms für Mukoviszidose hin, das Kinder mit einer chronischen und komplexen Erkrankung betreut.
Die Bewegung findet während des landesweiten Ärztestreiks statt, der zu Beginn der Woche begonnen hat. Die Ärzteschaft erklärt, sie fordere eine seit mehr als 14 Jahren ausstehende Gehaltsanpassung. Roberto Riveros, Sekretär der Sociedad Paraguaya de Médicos, sagte, die Gruppe werde bis Mitternacht auf ein Gegenangebot der Regierung warten, bevor sie die Rücktritte wirksam mache.
Angesichts des Risikos von Abgängen versammelte die Krankenhausleitung die Abteilungsleitungen, um ab Montag einen Notfallplan zu organisieren, wie in der Darstellung dieser Maßnahmen berichtet wurde. Während der Woche wurden die als unverzichtbar geltenden Dienste aufrechterhalten, darunter Notaufnahme, pädiatrische Intensivmedizin und dringende Operationen. Die Sorge gilt auch Patienten, die sich nicht in einer akuten Notlage befinden, aber auf Untersuchungen, Rezepte und regelmäßige Medikamente angewiesen sind, um eine Verschlimmerung ihrer Erkrankungen zu verhindern.
„Wir arbeiten daran, die Versorgung zu gewährleisten, wie wir es die ganze Woche getan haben, und sichern die unverzichtbaren Dienste, wobei wir das Recht meiner Kollegen respektieren, aber auch das Kind nicht außen vor lassen“, sagte Castro. Er verwies auf Kinder, die ihre Rezepte erneuern oder laufende Behandlungen fortsetzen müssen und in eine Notaufnahme kommen könnten, falls die Betreuung unterbrochen wird.
Das Krankenhaus verfügt über 46 pädiatrische Intensivmediziner, 33 Kinderkardiologen, 33 pädiatrische Notfallmediziner, 23 Kinderchirurgen und zehn Kinderneurologen. Diego Gamarra, Koordinator der Intensivmedizin, erklärte, etwa 40 Intensivmediziner erwögen einen Rücktritt – rund 90 Prozent der Intensivmediziner des Krankenhauses. 17 der 22 Spezialisten der Facharztambulanz hätten dieselbe Absicht bekundet.
Gamarra erklärte außerdem, dass Kinderchirurgen ihre Stellen aufgeben könnten; die Berichterstattung bestätigt jedoch keine 39 Rücktritte. Die Zahl 39 darf daher nicht als bestätigte Zahl von Rücktrittswilligen oder Zurückgetretenen dargestellt werden. Ihm zufolge konzentriert das Acosta Ñu fast die Hälfte der pädiatrischen Intensivmediziner Paraguays, wodurch die möglichen Folgen eines kollektiven Abgangs größer wären.
Die Abweichung zwischen den Darstellungen ist wesentlich: Eine Quelle berichtete, dass 141 Schreiben kommuniziert oder eingereicht worden seien und erst nach einem Gegenangebot wirksam würden, während eine andere von Rücktrittsdrohungen und -absichten sprach. Sollte der Konflikt zu Abgängen führen, könnte ein nationales pädiatrisches Referenzzentrum beeinträchtigt werden, insbesondere bei Intensivversorgung, komplexen Operationen, der Nachsorge chronisch kranker Kinder und der Behandlung von Mukoviszidose.
