Eine in Paraguay durchgeführte Studie über die langfristigen Auswirkungen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung auf die Bodengesundheit wurde in der internationalen wissenschaftlichen Zeitschrift Soil Systems veröffentlicht. Die Studie mit dem Titel "Legacy Effects of 32 Years of Tillage and Crop Diversification on Soil Biological Activity in Paraguay" wurde vom paraguayischen Forscher Carlos Alcides Villalba Algarín durchgeführt.
Die Arbeit, die Teil seiner Masterstudien ist, wurde in einem 32-jährigen Experiment durchgeführt, das im Forschungszentrum Capitán Miranda im Departement Itapúa eingerichtet wurde. Die Forschung bewertete verschiedene Produktionssysteme wie konventionelle Bodenbearbeitung, Direktsaat, Fruchtfolge und Fruchtwechsel.
Die Ergebnisse zeigten, dass konservierende Systeme, insbesondere die Direktsaat in Kombination mit Fruchtwechsel und größerer Anbaudiversifizierung, die biologische Aktivität des Bodens signifikant begünstigen. Diese Bewirtschaftung führte zu einem Anstieg von Enzymen, die mit den Kreisläufen von Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor verbunden sind – essentielle Elemente für die Funktionsweise und Nährstoffrückführung im Boden.
Villalba Algarín, der auch dem Paraguayischen Institut für Agrartechnologie (IPTA) angehört, absolviert derzeit ein Promotionsstudium in Bodenkunde und Pflanzenernährung an der Universität von São Paulo (USP) in Brasilien, unterstützt durch das Stipendienprogramm "Carlos Antonio López" (BECAL) des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MEF).
Der Forscher betonte, dass die Veröffentlichung die Bedeutung der Ausbildung von spezialisiertem Humankapital und der Zusammenarbeit zwischen nationalen und internationalen Institutionen zur Generierung von wissenschaftlichem Wissen, das auf die paraguayische Realität anwendbar ist, unterstreicht. Der Artikel ist im Open Access verfügbar und stellt einen der ersten langfristigen Nachweise dar, die im Land über die Auswirkungen landwirtschaftlicher Praktiken auf die Bodenbiologie erbracht wurden.
