40 % der neuen Psychologen in Paraguay schließen an nicht akkreditierten Studiengängen ab, so ANEAES

Ein Bericht der ANEAES zeigt, dass zwar nur 19,5 % der 118 Psychologiestudiengänge in Paraguay über eine gültige Akkreditierung verfügen, aber 59,2 % der zwischen 2023 und 2026 ausgestellten Diplome von zertifizierten Studiengängen stammen. Die Studie weist darauf hin, dass 40,8 % der neuen Fachkräfte (1.683) ihren Abschluss an nicht zertifizierten Programmen erworben haben, wobei das Multicampus-Modell die Hauptquelle für nicht akkreditierte Abschlüsse darstellt.

40% dos novos psicólogos no Paraguai se formam em cursos sem acreditação, aponta ANEAES
40% dos novos psicólogos no Paraguai se formam em cursos sem acreditação, aponta ANEAES

Die Nationale Agentur für Bewertung und Akkreditierung der Hochschulbildung (ANEAES) hat einen ergänzenden Bericht über die Ausbildung von Psychologen in Paraguay veröffentlicht, der auf dem Titelregister des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft (MEC) zwischen 2023 und Mai 2026 basiert. Das Dokument zeigt, dass von den 118 im Land zugelassenen Psychologiestudiengängen nur 23 über eine gültige Akkreditierung verfügen – eine Quote von 19,5 %.

Trotz dieses niedrigen Prozentsatzes zeigt die Ausstellung von Diplomen eine Konzentration auf die zertifizierten Studiengänge: Von den 4.129 im genannten Zeitraum registrierten Hochschulabschlüssen wurden 2.446 (59,2 %) von akkreditierten Studiengängen ausgestellt. Dagegen schlossen 1.683 Fachkräfte (40,8 %) ihr Studium an Programmen ohne Qualitätszertifizierung der Agentur ab.

Der Bericht hebt hervor, dass die 23 akkreditierten Studiengänge, obwohl sie weniger als ein Fünftel des Gesamtangebots ausmachen, aufgrund hoher Einschreibezahlen die größte Anzahl an Fachkräften hervorbringen. Dieses Phänomen wird hauptsächlich von der Nationalen Universität von Asunción (UNA), die rund 800 Titel ausstellte, und von großen privaten Universitäten in der Achse Asunción–Departamento Central getrieben.

Auf der anderen Seite weist der nicht akkreditierte Sektor einen kritischen Punkt auf: Die Modelle der Multicampus-Bildung – Studiengänge mit mehreren Standorten – sind für 70 % der ohne Zertifizierung ausgestellten Titel verantwortlich, angeführt von Institutionen mit großer geografischer Abdeckung.

Als Fortschritt zur Verringerung dieser Lücke erwähnte die ANEAES die schrittweise Einbeziehung neuer Institutionen in das Qualitätssicherungssystem durch die Ausschreibungen 2025 und 2026. Diese neuen Bewertungsverfahren sollen die Abdeckung erweitern und die Kontrollen über die Psychologiestudiengänge mittelfristig aktualisieren.

Die Behörden kommen zu dem Schluss, dass die Sicherstellung der Eignung der Absolventen direkte Auswirkungen auf den sozialen Schutz und das Funktionieren des nationalen Gesundheitssystems hat.