Der für den 17. und 18. September geplante Lehrkräfte-Streik in Paraguay richtet sich gegen den Haushaltsentwurf 2027, der keine Gehaltsanpassungen und vereinbarte Forderungen vorsieht. Die Senatorinnen Blanca Ovelar und Celeste Amarilla streiten über die Ursachen der Bildungskrise, die Ergebnisse der internationalen PISA-Studie 2025 mit 6.507 getesteten 15-Jährigen, das Programm Ñe’ẽry, das 2023 zwölf Millionen US-Dollar erhielt, sowie über Kritik an Lehrerausbildung und Leistungsprinzipien. Amarilla warnt zudem vor einer Rückkehr von Bankenkrisen und nennt die Institute Banco Atlas und Ueno, eine paraguayische Digitalbank.
Ministerio de Educación y Ciencias
Pytagua-Berichterstattung zu Ministerio de Educación y Ciencias.
Paraguay gehört bei der PISA-Studie 2025 zu den schwächsten Leistungen in Lateinamerika, mit Rückgängen in Lesekompetenz, Naturwissenschaften und Mathematik. Gleichzeitig wurde Hermenegildo Cohene Velázquez zum Vorsitzenden des Nationalen Rates für Hochschulbildung ernannt und löst damit Luis Fernando Ramírez ab.
Paraguayische Lehrkräfte führen am 17. und 18. September einen landesweiten Streik durch, um die Aufnahme einer 8-prozentigen Gehaltserhöhung in den Haushalt 2027 zu erzwingen. Eine Ausweitung der Proteste und die Unterstützung des Ärztestreiks sind möglich.
Paraguay verzeichnete im PISA-Test 2025 Rückgänge in Lesekompetenz und Naturwissenschaften und belegte Platz 11 unter 13 lateinamerikanischen Ländern. Die Ergebnisse lösten eine Debatte über die digitale Durchführung, die Nutzung von Bildschirmen und künstlicher Intelligenz sowie über Bildungspolitik wie das Programm Ñe’ēry aus; Bildungsminister Luis Ramírez sagte, er werde die Ergebnisse am Freitag auf einer Pressekonferenz erläutern.
Raúl Latorre erklärte, Hernán Rivas habe sich als Anwalt vorgestellt, um die Abgeordnetenkammer im JEM zu vertreten. Hugo Estigarribia zufolge könnte eine rechtskräftige Verurteilung eine Prüfung von Entscheidungen auslösen, falls Rivas’ Stimme ausschlaggebend war.
Das paraguayische Innenministerium plant, den Personalbestand der Nationalpolizei bis Dezember 2026 auf 42.611 Beamte zu erhöhen. Dafür sollen 5.000 neue Absolventen ausgebildet werden, begleitet von verstärkter Aus- und Weiterbildung sowie internen Kontrollen. Innenminister Enrique Riera räumte ein, dass die Aufstockung allein das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nicht beseitigen werde.
Der Entwurf des paraguayischen Haushaltsplans für 2027 sieht vor, dass der Großteil der Bildungsmittel für Gehälter und Sozialleistungen verwendet wird. Die Prozentsätze beziehen sich auf unterschiedliche Abgrenzungen; der Entwurf kann im parlamentarischen Verfahren geändert werden.
Die Mathematiklehrerin Sandra Isabel Cárdenas aus Caacupé gibt an, dass ihr wegen zweier gerichtlicher Vollstreckungen aus demselben Schuldschein, den sie nie unterschrieben habe, 34.112.616 Guaraní vom Gehalt abgezogen wurden. Sie erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft und bringt den Fall mit der sogenannten „Pagaré-Mafia“ in Verbindung.
Die Staatsanwaltschaft Paraguays hat beantragt, gerichtliche Schritte zur Annullierung von 144 nachweislich gefälschten Lehrerdiplomen einzuleiten; anschließend sollen die damit verbundenen Berufszulassungen gestrichen werden. Die Ermittlungen umfassen 525 verdächtige Dokumente und könnten Begünstigte, Bildungseinrichtungen sowie Beamte zur Verantwortung ziehen.
Das paraguayische Bildungsministerium (MEC) verschärft die Kontrolle über Hochschulabschlüsse und verweigert die Anerkennung von Diplomen nicht akkreditierter Studiengänge. Gleichzeitig zeigt der Prozess gegen den ehemaligen Senator Hernán Rivas, dass sein Anwaltstitel 2020 innerhalb von sechs Minuten registriert wurde – angeblich auf „höhere Anweisung“, wie eine Mitarbeiterin aussagte. Ex-Minister Eduardo Petta bestreitet dies.
Eine gemeinsame Antidrogenoperation von Paraguay und Brasilien hat über 436 Tonnen Marihuana in Naturschutzgebieten im Osten Paraguays vernichtet. Der finanzielle Schaden für kriminelle Gruppen wird auf mehr als 65 Millionen US-Dollar geschätzt.
Die paraguayische Senatorin Esperanza Martínez wirft Politikern – darunter Senatoren, Abgeordneten, Gouverneuren und Ministern – vor, mit dem Drogenhandel verstrickt zu sein, Wahlkämpfe mit illegalen Geldern zu finanzieren und straffrei zu bleiben. Sie kritisiert eine systemische Duldung der Korruption im Land.
Der Prozess gegen den ehemaligen Senator Hernán Rivas wegen der Verwendung eines gefälschten Anwaltsdiploms deckt weitreichende Mängel im System zur Kontrolle akademischer Dokumente in Paraguay auf. Universitätsverantwortliche räumen Unregelmäßigkeiten ein, und das Bildungsministerium bestätigt die Unzulänglichkeit seines Registrierungssystems.
Der ehemalige Senator Enrique Bacchetta warnte die Abgeordnetenkammer 2020 vor Zweifeln am Anwaltstitel von Hernán Rivas. Dessen Prozess wegen Verwendung eines falschen Dokuments offenbart Zertifikate mit groben Rechtschreibfehlern und die Aussage eines Ex-Rektors, der die Urkunde im Auto unterzeichnete, ohne dass Rivas je Lehrveranstaltungen besucht habe.
Das paraguayische Bildungsministerium entwickelt ein nationales Register für akademische Abschlüsse auf Blockchain-Basis, nachdem ein interner Skandal Hunderte gefälschter Dokumente aufgedeckt hat.
Eine Studie der Aneaes zeigt, dass Absolventen akkreditierter Studiengänge in Paraguay im formellen Arbeitsmarkt bis zu 13 % höhere Gehälter erhalten, während Kritiker anmerken, dass der öffentliche Sektor der größte Arbeitgeber für Fachkräfte aus nicht akkreditierten Kursen ist.
Ein Brand zerstörte rund 70 Prozent der Diskothek Nápoles im Zentrum von Asunción; verletzt wurde niemand.
Der Abgeordnete Roberto González hat den Bildungsminister Luis Fernando Ramírez beschuldigt, 916 Aushilfslehrer ohne die erforderliche Qualifikation eingestellt zu haben und nannte konkrete Fälle, während nur 798 Beamte aus der Datenbank der qualifizierten Bewerber fest angestellt wurden.
Die Staatsanwaltschaft hat die Einstellung des Verfahrens gegen den paraguayischen Direktor von Itaipú wegen des Kaufs von Schülermöbeln beantragt, da keine Anhaltspunkte für Unregelmäßigkeiten gefunden wurden. Der Fall sorgt jedoch weiterhin für öffentliche Diskussionen.
Eine Untersuchung zu gefälschten Hochschuldiplomen in Paraguay, die bereits Verdachtsmomente bei mehr als 300 lokalen Beamten, einschließlich hochrangiger Positionen, prüft, hat sich auf Brasilien ausgeweitet. Dort werden Hunderte von Abschlüssen einer nicht autorisierten Einrichtung überprüft.
Drei Generationen einer paraguayischen Familie, Mitglieder einer Tanzschule, die einen internationalen Wettbewerb in Gramado gewonnen hatte, kamen ums Leben, und Dutzende wurden verletzt, als ihr Bus auf der Rückreise nach Paraguay in Santa Catarina verunglückte. Die paraguayische Regierung rief daraufhin Trauer aus und mobilisierte Hilfsmaßnahmen.
Das paraguayische Ministerium für Bildung und Wissenschaften (MEC) räumt ein, dass es sehr schwierig sein wird, alle Lehrer mit gefälschten Titeln zu identifizieren. Dies folgt auf die Entdeckung, dass 550 Benutzercodes genutzt wurden, um 130.000 irreguläre Aktionen im System zur Registrierung akademischer Dokumente durchzuführen. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft konzentriert sich derzeit auf 330 verdächtige Titel.
Das paraguayische Bildungsministerium (MEC) hat 13 Beamte identifiziert, die in Unregelmäßigkeiten im Diplomsystem verwickelt sind, mit 130.000 verdächtigen Vorgängen und 283 untersuchten Mitarbeitern, während der Senat die Untersuchung auf 20 Bildungseinrichtungen, einschließlich der Universidad Sudamericana, ausweitet.
Die Staatsanwaltschaft untersucht ein System gefälschter Diplome im Bildungsministerium Paraguays, bei dem mehr als 300 Dokumente identifiziert wurden, der Verdacht auf Sabotage im System besteht und 17 Hochschulen unter der Prüfung des Nationalen Rates für Hochschulbildung stehen.