Defekter Angiograph im IPS lässt Patienten auf Herzkatheter warten und schürt erneut Angst vor Tragödien

Das Angiographiegerät des Zentralkrankenhauses des IPS ist außer Betrieb, was dringende Herzkatheteruntersuchungen verzögert und Angehörige dazu veranlasst, vermeidbare Todesfälle zu befürchten. Die Sozialversicherung hat nicht mitgeteilt, wann das System repariert wird.

Das hämodynamische System des Instituto de Previsión Social (IPS) steht erneut in der Kritik, nachdem der Angiograph des Zentralkrankenhauses, ein für Herzkatheteruntersuchungen und andere kardiovaskuläre Eingriffe unverzichtbares Gerät, ausgefallen ist. Patienten warten seit Wochen auf dringende Untersuchungen, und Angehörige beklagen das Fehlen von Antworten der Behörden.

Einer der jüngsten Fälle betrifft einen 69-jährigen Mann, der am 3. Mai im IPS aufgenommen wurde und bereits einen festen Termin für den Eingriff hatte. Der Defekt am Gerät zwang jedoch zur Verschiebung auf den 26. Mai. Seine Ehefrau, María Luisa Rubia, erklärte, dass mehrere Patienten in derselben Situation seien und einige ins Krankenhaus San Jorge überwiesen würden, die Kapazität dieser Einrichtung jedoch nicht ausreiche, um die gesamte Nachfrage zu decken. „Es ist eine dringende Untersuchung, weil sie entscheidend ist“, beklagte sie.

Die Situation erinnert an den Fall von Hermenegildo Ríos, einem Versicherten, der aufgrund des defekten Angiographen mehr als 20 Tage auf eine Herzkatheteruntersuchung warten musste. Ríos hatte eine 80-prozentige Verengung der Halsschlagadern und hatte bereits eine erfolglose Operation aufgrund von Komplikationen mit der Anästhesie hinter sich. Angehörige berichteten, dass sie trotz jahrzehntelanger Beitragszahlungen an das IPS hohe Kosten für Medikamente und Verbrauchsmaterialien selbst tragen mussten. Es wird befürchtet, dass sich die Tragödie von Braulio Vázquez, einem Pressearbeiter, der während des Wartens auf denselben Eingriff verstarb, wiederholen könnte.

Bereits im Januar gab es Beschwerden, dass der Wartungsvertrag für den Angiographen im Dezember 2025 ausgelaufen sei und die Nutzung des Geräts ohne technische Unterstützung ein Risiko für die Patienten darstelle. Bislang hat die Sozialversicherung weder mitgeteilt, wann das hämodynamische System vollständig wiederhergestellt sein wird, noch wie sie die Versorgung der wartenden Patienten sicherstellen wird. In der Zwischenzeit ziehen Angehörige von Krankenhaus zu Krankenhaus und von Verwaltungsbüro zu Verwaltungsbüro, aus Angst, dass die Verzögerungen zu weiteren Todesfällen führen.