Avianca führt ab Oktober 2026 tägliche Flüge zwischen Asunción und Bogotá ein

Die kolumbianische Fluggesellschaft Avianca wird ihre Flugverbindungen zwischen Asunción und Bogotá ab Oktober 2026 auf einen täglichen Flug ausweiten. Dies steht im Gegensatz zur Reduzierung der Flugoperationen der lokalen Airline Paranair aufgrund operativer Probleme.

Avianca führt ab Oktober 2026 tägliche Flüge zwischen Asunción und Bogotá ein

Die kolumbianische Fluggesellschaft Avianca hat eine deutliche Ausweitung ihrer Aktivitäten in Paraguay angekündigt: Ab der letzten Oktoberwoche 2026 wird die Verbindung zwischen Asunción und Bogotá von drei wöchentlichen Flügen auf einen täglichen Direktflug erhöht. Die Maßnahme soll die steigende Nachfrage in der Sommersaison bedienen und die Luftverkehrsanbindung des Landes stärken.

Die neuen Flüge werden mit Airbus A320-Maschinen durchgeführt, die jeweils 180 Passagiere befördern können. Dadurch erhöht sich das Sitzplatzangebot, und Reisende erhalten mehr Flexibilität. Die Erweiterung umfasst auch die Route Montevideo-Bogotá, die ebenfalls auf tägliche Flüge umgestellt wird.

Rubén Aguilar, Leiter der Flughäfen bei der Nationalen Zivilluftfahrtbehörde (Dinac), bestätigte, dass die Genehmigung bereits erteilt wurde und die Tickets verkauft werden. Er betonte, dass die Entscheidung von Avianca durch die hohe Auslastung der bestehenden Flüge motiviert war. „Der Drehkreuz von Avianca ist Bogotá. Die Flüge zwischen Bogotá und Asunción waren bereits gut ausgelastet, weshalb sie eine tägliche Verbindung beantragt haben“, erklärte Aguilar.

Der tägliche Flug zum internationalen Flughafen El Dorado in Bogotá ermöglicht paraguayischen Passagieren den Zugang zum umfangreichen Streckennetz der Airline, das über 80 Ziele in 25 Ländern in Amerika und Europa verbindet – ohne zusätzliche Zwischenstopps. David Alemán, Verkaufsleiter von Avianca für Südamerika, erklärte, die Expansion spiegle die strategische Bedeutung Paraguays als Markt in der Region wider.

Aguilar äußerte sich auch zum Geschäftsmodell von Avianca, das er als hybrid bezeichnete. Zwar übernehme die Airline einige Praktiken von Billigfluggesellschaften, wie etwa Gebühren für zusätzliches Handgepäck oder Sitzplatzreservierungen, doch behalte sie traditionelle Dienstleistungen wie Vielfliegerprogramme und Zugang zu Lounges bei. „Ich glaube, mit dieser neuen Herausforderung werden einige der bestehenden Beschwerden über den Bordservice korrigiert“, merkte der Dinac-Direktor an.

Im Gegensatz zur Expansion von Avianca verwies die Luftfahrtbehörde auf die Probleme der lokalen Fluggesellschaft Paranair. Aufgrund zahlreicher Beschwerden über Flugstornierungen und Verzögerungen bei Rückerstattungen hat die Dinac die wöchentlich genehmigten Flüge der Airline halbiert. Paranair betreibt derzeit nur noch eine einzige Maschine. Die Situation bereitet dem Tourismussektor Sorgen, da Paranair die einzige Fluggesellschaft mit einer Direktverbindung nach Montevideo ist.

Auf die Frage nach einer möglichen neuen Direktverbindung zwischen Asunción und Miami antwortete Aguilar, dass die Verhandlungen fortgesetzt werden und noch vor Jahresende Neuigkeiten bekannt gegeben werden könnten. Dabei werde auf die positiven Erfahrungen der Inspektionen vor der Fußball-Weltmeisterschaft zurückgegriffen.

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Quellen (3)

Aktualisiert: 12.08.2026, 01:00