Basilio ‘Bachi’ Núñez, Präsident des Senats und des Nationalkongresses von Paraguay, kündigte an, den Kongressvorsitz abzugeben, falls die Colorado-Partei bei der Kommunalwahl am 4. Oktober in fünf der zehn Bezirke des Departamentos Presidente Hayes verliert. Die Erklärung, über die Última Hora am 1. Oktober berichtete, nennt eine Bedingung für seinen Rücktritt. Núñez kündigte keinen sofortigen Rücktritt an.
Er äußerte sich bei einer Pressekonferenz im Senat zum Wahlkampfabschluss von César Ceres Escobar, der erneut für den Stadtrat von Asunción kandidiert. Laut Última Hora sagte Escobar, Núñez werde einen Gesetzentwurf vorantreiben, der der Hauptstadt Mittel aus der Staatskasse bereitstellen soll. Es handelt sich um einen Vorschlag, nicht um eine bereits bewilligte Mittelübertragung.
Núñez reagierte zudem auf Gerüchte über einen Versuch, ihn aus dem Senatspräsidium zu entfernen. Darüber berichteten ABC Color, 1000 Noticias und Última Hora am selben Tag. Er bezeichnete den Vorgang als ‘conato’, also einen versuchten Vorstoß, und sagte, Kollegen hätten ihm von einer möglichen Beteiligung des Gouverneurs von Guairá, César ‘Cesarito’ Sosa, erzählt. Er erklärte nicht, dies persönlich überprüft zu haben. Seine Aussagen bestätigen weder eine Abstimmung noch eine bestehende Mehrheit für seine Absetzung.
Falls die Mehrheit seinen Verbleib nicht mehr wünsche, werde er wieder einfach Senator sein, sagte Núñez. Die Aussage betrifft die Führung von Senat und Kongress, nicht den Verlust seines Parlamentsmandats.
Última Hora ordnet die Spannungen internen Auseinandersetzungen im Honor Colorado zu, einer vom früheren Präsidenten Horacio Cartes geführten Strömung der Colorado-Partei. Die Partei heißt auch Nationale Republikanische Vereinigung (ANR). Laut der Zeitung strebt Sosa eine Kandidatur für das Vizepräsidentenamt an, während Senatoren und Cartes Juan Carlos Baruja unterstützen. Der Bericht bringt die Rivalität auch mit der Zusammenstellung der Senatslisten für 2028 in Verbindung.
ABC Color berichtet, Núñez habe Parteiführungen zum Rückzug aufgefordert, falls sie die Mehrheit der Bezirke ihrer Departamentos verlieren. Für die Zahl der von den Colorados geführten Gemeinden nannte er einen Ausgangswert von 170 und ein Ziel von mehr als 180. Außerdem sagte er einen Sieg von Camilo Pérez in Asunción voraus und schloss einen Erfolg von Soledad Núñez aus: Wahlkampfaussagen, keine Wahlergebnisse.
