Bei einem Treffen in Puerto Iguazú erörterten Vertreter der Stadtverwaltungen von Presidente Franco und Puerto Iguazú gemeinsam mit Diplomaten des paraguayischen Außenministeriums die formelle Gründung eines binationalen Integrationsausschusses. Die Initiative zielt darauf ab, Grenzverfahren zu beschleunigen und alltägliche Probleme der Bewohner auf beiden Seiten der Grenze zu lösen.
Der Stadtrat Lucio Vera, Vorsitzender der Kommission für internationale Angelegenheiten der Gemeindeverwaltung von Presidente Franco, betonte die Notwendigkeit des Ausschusses angesichts der bevorstehenden vollständigen Freigabe der Puente de la Integración. „Wir sind uns völlig einig über die Notwendigkeit, diesen Ausschuss zu gründen, im Hinblick auf die vollständige Inbetriebnahme der Brücke und all die Situationen, die an der Grenze entstehen“, erklärte er.
Zu den diskutierten Punkten gehört die Möglichkeit, dass Busse aus Puerto Iguazú die Brücke überqueren, in Presidente Franco einfahren und bis nach Ciudad del Este weiterfahren. Ein weiteres zentrales Thema war die Vereinfachung von Protokollen für medizinische Notfälle und konsularische Hilfe. Vera erwähnte die derzeitigen bürokratischen Hürden beim Transport von Patienten mit Krankenwagen zwischen den Ländern sowie die Schwierigkeiten bei der Rückführung verstorbener Paraguayer aus Argentinien. „Es gibt viele Protokolle und Verfahren, die vereinfacht werden müssen, um dringende Situationen zu bewältigen, die unsere Landsleute betreffen“, sagte er.
Nach diesem ersten offiziellen Treffen vereinbarten die Parteien ein weiteres Treffen in Presidente Franco, bei dem sie die formelle Dokumentation des Ausschusses voranbringen wollen. Laut Vera gibt es bereits binationale Vorschriften, die diese Art von Mechanismus vorsehen, und der nächste Schritt sei die Anpassung des Verwaltungsprozesses und die Koordinierung der Arbeit zwischen den Außenministerien.