Die Senatorin Celeste Amarilla hat angekündigt, sich bei den Wahlen 2028 um die Präsidentschaftskandidatur der Partido Liberal Radical Auténtico (PLRA, Authentische Radikal-Liberale Partei) zu bewerben. Gegenüber der Presse erklärte sie, sie sei bereit, an der parteiinternen Vorwahl teilzunehmen. Als einen ihrer größten Vorteile bezeichnete sie ihre „absolute Berechenbarkeit“. „Das Land weiß bereits heute, wie ich als Präsidentin sein werde. Ich habe die Fähigkeiten und die notwendige Erfahrung, und das ganze Land kennt mich bereits“, erklärte sie.
Amarilla begründete ihre Entscheidung unter anderem mit den Aktivitäten parteifremder Politiker wie Miguel Prieto, der Senator Salyn Buzarquis als seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten vorgestellt hatte. Sie kritisierte die Möglichkeit, dass die PLRA ihre Parteistrukturen und finanziellen Mittel für die Kampagnen von „Außenseitern“ bereitstelle, während eigene Mitglieder übergangen würden. „Soll die Liberale Partei für die Stimmen sorgen, meine Wahlbevollmächtigten stellen, juristische Unterstützung leisten und das Geld bereitstellen?“, fragte sie. Ihrer Ansicht nach sollte die Partei einen Kandidaten „aus den eigenen Reihen“ unterstützen.
Die Senatorin übte zudem scharfe Kritik an ihrem Parteikollegen Eduardo Nakayama. Sie äußerte die Befürchtung, dass er die PLRA nach einem möglichen Wahlsieg verlassen könnte. „Er könnte aus der Partei austreten, Präsident werden und anschließend nicht gemeinsam mit der Liberalen Partei regieren“, sagte sie. Im Gegensatz dazu bekräftigte sie ihre eigene Verbundenheit mit der Partei: „Ich biete mich als berechenbare Alternative an: mit der Liberalen Partei, niemals ohne die Liberale Partei und ihr bis zum Tod verbunden.“
Darüber hinaus reagierte Amarilla auf jüngste Äußerungen des Senators Dionisio Amarilla, der sie während einer Sitzung des PLRA-Parteivorstands angeblich als „Betrunkene“ bezeichnet hatte. Sie wies den Vorwurf entschieden zurück und forderte ihren Kollegen heraus: „Er soll ein Alkoholmessgerät mitbringen. Ich muss mich nicht betrinken, um einen solchen Schurken zu beschimpfen.“ Die per Video festgehaltene Auseinandersetzung zwischen den beiden ereignete sich während einer Debatte über Fragen der Wahlgerichtsbarkeit.
Auf andere bekannte Persönlichkeiten der Partei wie Efraín Alegre und Blas Llano angesprochen, erklärte die Senatorin, dass beide weiterhin in der nationalen Politik gebraucht würden, auch wenn sie nicht selbst für das Präsidentenamt kandidierten.
