Die Abgeordnete Rocío Vallejo von der Partei Patria Querida wurde Opfer eines Cyberangriffs, der zur Leerung ihres Bankkontos durch die Überweisung von 35 Millionen Guaranís führte. Die Parlamentarierin kündigte an, eine formale Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.
Ihrem Bericht zufolge ereignete sich der Vorfall während eines Zugriffsversuchs auf ihr Konto über die offizielle Website der Banco Itaú. "Ich bin über den Computer auf die Bankseite gegangen, habe meine Zugangsdaten und das Token eingegeben. Es erschien ein zweiter Verifizierungsbildschirm, dann hieß es 'Fehler' und ich sollte es später erneut versuchen. Als ich mich wieder einloggte, war mein Konto bereits negativ. Sie haben meine gesamten Guthaben abgeräumt", erklärte Vallejo.
Sie betonte, dass die von den Kriminellen verwendete Methode keine Phishing-E-Mails oder Telefonanrufe umfasste, sondern einen Fehler oder eine Störung während der Nutzung der legitimen Bankplattform. "Das geschah nicht per E-Mail, nicht per Telefon. Das passierte mir am Computer, als ich auf mein Konto zugreifen wollte. Es erschien wie ein zweites Fenster", warnte sie.
Nach den von der Abgeordneten bereitgestellten Informationen wurde der Betrag auf ein Konto im Namen von Miguel Martínez Guzmán überwiesen, der ebenfalls Kunde derselben Bank ist. Die Transaktion wurde mit dem Verwendungszweck "familiäre Unterstützung" gebucht. Itaú habe bereits einen internen Untersuchungsprozess eingeleitet, um zu klären, wie der Vorfall zustande kam.
Angesichts solcher Fälle empfiehlt die Zentralbank Paraguays (BCP) Nutzern, ihre digitalen Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Zu den Empfehlungen gehören die Aktivierung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), die Verwendung starker Passwörter, die Aktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung in Apps und E-Mails sowie die Vermeidung der Speicherung von Zugangsdaten auf Geräten.
