Ciudad del Este schließt Elektronikladen nach Betrugsfällen gegen brasilianische Touristen

Die Stadtverwaltung von Ciudad del Este hat die vorübergehende Schließung eines Elektronikgeschäfts des Unternehmens JMC Emprendimentos S.A. (J.M. Electrónicos) im Stadtzentrum für drei Tage angeordnet. Der Schließungsbeschluss erfolgte nach wiederholten Beschwerden über mutmaßliche Betrugsfälle gegen brasilianische Touristen. In einem Fall sollen zwei Brasilianer rund 97.000 Real über das brasilianische Sofortüberweisungssystem Pix gezahlt und dafür lediglich 30 Prozent der bestellten Waren erhalten haben. Ein weiterer Fall in Höhe von 22.500 Real wurde gemeldet. Gegen einen Verkäufer wurde daraufhin wegen Betrugs Anklage erhoben.

Die Stadtverwaltung von Ciudad del Este im Departamento Alto Paraná ordnete am Mittwoch die vorläufige Schließung eines Elektronikgeschäfts im Stadtzentrum für drei Tage an, nachdem sich die Beschwerden wegen mutmaßlicher Betrugsfälle gegen brasilianische Touristen gehäuft hatten.

Die Maßnahme wurde durch die Dirección de Defensa del Consumidor y del Usuario in Erfüllung des Schreibens Nr. 114 des Zweiten Senats des Juzgado de Faltas Municipales durchgeführt. Das Geschäft gehört zur Firma JMC Emprendimentos S.A., die unter dem Handelsnamen J.M. Electrónicos auf der Straße Pa’i Pérez, nahe Carlos Antonio López, einem der geschäftsvollsten Vierteln der Hauptstadt von Alto Paraná, tätig ist.

Der Beschluss fiel, nachdem die Stadtverwaltung eine Häufung von Beschwerden im Zusammenhang mit mutmaßlichen betrügerischen Praktiken festgestellt hatte, die laut Angaben erhebliche wirtschaftliche Schäden bei ausländischen Besuchern verursacht hätten. Einer der schwerwiegendsten Fälle führte zu einem Strafverfahren, das von der Unidad Penal Nr. 6 der Staatsanwaltschaft geführt wurde. Im Rahmen dieses Verfahrens erließ die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift Nr. 69 gegen Germán Caballero Núñez, einen Verkäufer des Geschäfts, wegen des mutmaßlichen Betrugs.

Laut Anklage taten zwei brasilianische Touristen eine elektronische Überweisung über das Pix-System in Höhe von 97.487 Real (etwa 117 Millionen Guaraní) für den Kauf von Waren. Sie gaben jedoch an, nur 30 Prozent der gekauften Produkte erhalten zu haben, während die restlichen 70 Prozent nie wie vereinbart nach Sergipe in Brasilien versandt worden seien.

Während dieses Ermittlungsverfahrens noch lief, erging am 6. Juni eine weitere Beschwerde bei der Dirección de Defensa del Consumidor. Diesmal meldete ein weiterer brasilianischer Staatsbürger, im selben Geschäft mutmaßlich um 22.500 Real (etwa 27 Millionen Guaraní) betrogen worden zu sein.

Die Häufung der Beschwerden wurde von der Stadtverwaltung als ausschlaggebend für die Verhängung dringender Maßnahmen angesehen. Die Stadtverwaltung erklärte, die vorläufige Schließung solle verhindern, dass weitere Käufer von solchen Praktiken betroffen werden, und gleichzeitig das Image von Ciudad del Este als wichtiges Handelsziel für Tausende von Touristen wahren, die täglich aus Brasilien und anderen Ländern der Region einreisen.

Die Maßnahme stützt sich auf die Bestimmungen des Gesetzes Nr. 1334/98 über den Verbraucherschutz und des Gesetzes Nr. 3966/10 Orgánica Municipal, die den lokalen Behörden bei Situationen, die ein Risiko für Verbraucher darstellen oder das öffentliche Interesse beeinträchtigen könnten, das Eingreifen gestatten.

Quellen (2)

Aktualisiert: 11.06.2026, 06:17