Megalabs wirft IPS vor, Ausschreibung über 51,5 Milliarden Guaraní ohne Vorankündigung vorgezogen zu haben

Das Pharmaunternehmen Megalabs Paraguay SA hat bei der DNCP (Dirección Nacional de Contrataciones Públicas) Beschwerde eingereicht, dass das Instituto de Previsión Social (IPS) den Öffnungstermin für die Angebote einer Ausschreibung über 51,5 Milliarden Guaraní für den Kauf von Medikamenten mit kritischem Bestand plötzlich und ohne Vorankündigung vorgezogen hat, wodurch das Unternehmen daran gehindert wurde, sein Angebot unter gleichen Bedingungen einzureichen.

Das Pharmaunternehmen Megalabs Paraguay SA hat bei der Dirección Nacional de Contrataciones Públicas (DNCP) Beschwerde eingereicht. Demnach hat das Instituto de Previsión Social (IPS) den Öffnungstermin für die Angebote einer millionenschweren Ausschreibung zum Kauf von Medikamenten mit kritischer Bestandslage überraschend und ohne Vorankündigung vorgezogen, sodass das Unternehmen sein Angebot nicht unter gleichen Bedingungen hätte einreichen können.

Die unter der Kennnummer ID 482294 geführte Ausschreibung mit dem Titel „Adquisición de medicamentos varios con stock crítico" hat ein Gesamtausswert von 51.513 Millionen Guaraníes. Laut der von den Vertretern Juan Carlos Cabas und Sergio Samaniego eingereichten Beschwerde war der 8. Juni 2026 als Termin für die Angebotsöffnung vorgesehen, doch das IPS habe diesen ohne formale Begründung und ohne angemessene Bekanntmachung auf den 1. Juni vorverlegt.

Die Historie im DNCP-Portal zeigt, dass die Ausschreibung zuvor bereits drei Änderungen erfahren hatte: Die Öffnung der Umschläge war zunächst für den 1. April 2026 angesetzt worden, dann auf den 1. Juni verschoben und schließlich für den 8. Juni terminiert. In letzter Stunde und rückwirkend habe das IPS den Termin jedoch erneut auf den 1. Juni vorgezogen – eine Änderung, die laut Beschwerde im System weder nachvollziehbar noch begründet hinterlassen habe.

„Die beanstandete Änderung hat weder Rechte erweitert noch die Teilnahme begünstigt. Im Gegenteil, sie hat überraschend die Frist verkürzt, die die Interessenten für ihre Angebote hatten, und ein offiziell bekannt gegebenes Datum – den 8. Juni 2026 – in ein illusorisches Datum ohne praktische Wirksamkeit verwandelt", heißt es in dem von Megalabs eingereichten Dokument.

Die DNCP unter der Leitung von Agustín Encina hat das IPS – dessen Präsident Isaías Fretes ist – aufgefordert, innerhalb einer Frist von drei Tagen einen ausführlichen Bericht sowie die Unterlagen zur Ausschreibung vorzulegen. Für die Beschwerdeführer verändert das Vorgehen eine wesentliche Bedingung der Ausschreibung in der Grundlage und entwertet das Verfahren unmittelbar, da den Laboren eine reale und absehbare Möglichkeit des Wettbewerbs genommen werde.

Quellen (1)

Aktualisiert: 11.06.2026, 06:17