Das Institut de Previsión Social (IPS) scheitert bei elektronischer Auktion und lässt 170 Milliarden Guaraní an Pensionsfonds ohne Anlage

Das Instituto de Previsión Social (IPS) scheiterte bei der elektronischen Auktion, da es lediglich gelang, 30 Milliarden Guaraní der angebotenen 200 Milliarden Guaraní in Einlagenzertifikate (CDA) zu platzieren, sodass 170 Milliarden Guaraní ohne Anlage blieben.

Der Verwaltungsrat des Instituto de Previsión Social (IPS) steht nach dem Scheitern einer kürzlich durchgeführten elektronischen Auktion vor einer Krise bei der Anlage der Pensionsfonds. Bei der Ausschreibung Nr. 426, die über das elektronische System DataTec abgewickelt wurde, versuchte das IPS, 200 Milliarden Guaraní und 15 Millionen US-Dollar in Einlagenzertifikate (CDA) zu investieren. Lediglich ein Geldinstitut, die Zeta Banco, zeigte Interesse und übernahm schließlich nur 30 Milliarden Guaraní, sodass 170 Milliarden Guaraní ohne Anlage blieben.

Gladys Vera, Leiterin der Verwaltungs- und Finanzabteilung des IPS, teilte mit, dass lediglich 20 % des angestrebten Betrages platziert werden konnte. Der Präsident des IPS, Isaías Fretes, stellte die Frage, ob der Markt mit den Mitteln des Instituts möglicherweise gesättigt sei, da zehn Banken eingeladen worden waren, aber nur eine davon teilnahm. Am 2. Juni hatte der Verwaltungsrat eine frühere Zuteilung in Höhe von 100 Milliarden Guaraní wegen Debatten über Risiko- und Rentabilitätsgrenzen annulliert.

Die Forderung nach langen Laufzeiten von sechs bis sieben Jahren zur Maximierung der Rendite hat sich als Hindernis erwiesen, da die Banken das Zinsrisiko unter den aktuellen Bedingungen für wenig attraktiv halten. Die Rätin Bettina Albertini äußerte Besorgnis über die übermäßige Konzentration der Mittel bei einem einzigen Institut und empfahl Vorsicht, um finanzielle Risiken für das IPS zu vermeiden.

Das IPS verwaltet ein Anlageportfolio, das im ersten Quartal 2026 rund 20 Billionen Guaraní erreichte. Vor dem Hintergrund von Warnungen aus der Industrie vor Insolvenzrisiken auf lange Frist ist die Verwaltung dieser Mittel sowohl politisch als auch gesellschaftlich zu einer heiklen Angelegenheit geworden. Das Institut macht rund 6,5 % der gesamten Einlagen des paraguayischen Finanzsystems aus.

Präsident Isaías Fretes betonte, dass das nächste Treffen mit der Führung des Banco Nacional de Fomento (BNF) von entscheidender Bedeutung sein werde, um mögliche Anpassungen der Anlagebedingungen zu prüfen. Ziel sei es, ein Gleichgewicht zwischen der nötigen Sicherheit und der erforderlichen Rentabilität herzustellen, um die Nachhaltigkeit des Pensionsfonds zu gewährleisten.

Quellen (1)

Aktualisiert: 11.06.2026, 06:17