Das Instituto de Previsión Social (IPS) hat beschlossen, Ausschreibungsverfahren zu streichen, deren Positionen bereits aus dem institutionellen Vademécum entfernt wurden. Die Maßnahme wurde bekannt gegeben, nachdem Cecilia Rodríguez, Leiterin der Abteilung für Beschaffung und Logistik des Instituts, den Entzug von 23 Positionen aus der offiziellen Liste von Medizinischen Produkten und Arzneimitteln bestätigt hatte – darunter 12 Impfstoffe und 11 Arzneimittel.
Unter den gestrichenen Positionen befanden sich vier, die in laufenden Ausschreibungen enthalten waren: Cyclobenzaprin 10 mg, Mebendazol + Thiabendazol sowie Polymyxin + Neomycin-Salbe, alle aufgeführt in der nationalen öffentlichen Ausschreibung (LPN) 11/26, sowie Haloperidol-Decanoat, dessen Ausschreibung LPN 110/25 bereits als erfolglos erklärt worden war. „Die drei Arzneimittel, die in der LPN 11 enthalten sind, werden wir streichen", erklärte Rodríguez. Die betreffende Ausschreibung sah den Kauf von 44 Arzneimitteln zur allgemeinen Anwendung im Wert von 63,1 Milliarden Guaraní vor.
Der Entzug der 23 Positionen ist Teil einer umfassenderen Überprüfung, die zur Streichung von 916 Produkten aus dem Grundsortiment des Instituts führte. Unter den eliminierten Positionen befanden sich 38 aus der Herzchirurgie, 30 aus der Gefäßchirurgie, 44 aus dem Laborbereich und 37 aus der Traumatologie, von insgesamt 4.800 Produkten, die das Vademécum ausmachten.
Die Prüfung, die die Überprüfung anstieß, wurde vom Präsidenten des IPS, Dr. Isaías Fretes, initiiert, nachdem er festgestellt hatte, dass Arzneimittel ohne Nachfrage weiterhin beschafft wurden, während andere dringend benötigte Produkte fehlten. Laut Fretes wird die Maßnahme dem Institut ermöglichen, Ressourcen zu sparen und einen der Hauptschwerpunkte der Korruption zu bekämpfen sowie die Beschaffung von besonders häufig benötigten Arzneimitteln zu beschleunigen.
Während der Sitzung des Verwaltungsrats des IPS wurde zudem die Möglichkeit erörtert, eine gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Ministerium für öffentliche Gesundheit voranzutreiben, um ein landesweit einheitliches Vademécum zu schaffen. Der Vorschlag zielt auf größere Transparench bei der Beschaffung hochwertiger Arzneimittel und medizinischer Produkte wie monoklonaler Antikörper und onkologischer Präparate, um größere Einkaufsmengen zu günstigeren Preisen zu ermöglichen und das Risiko von Wettbewerbsbeschwerden zu verringern.