Das Nationale Einheitsregister (Registro Unificado Nacional, RUN), das öffentliche Registerdienste, Kataster und Vermessung vereinheitlicht hat, kämpft weiterhin mit einer Diskrepanz zwischen Nachfrage und Verarbeitungskapazität. Daten der obersten Leiterin der Behörde, Lourdes González, zeigen, dass zwischen dem 17. Juni und dem 1. Juli 2026 insgesamt 15.606 Dokumente eingingen, aber nur 7.618 ausgestellt wurden, was zu einem Rückstau von 7.988 anhängigen Verfahren führte.
Damit stieg die Gesamtzahl der ausstehenden Vorgänge von 37.528 auf 45.516, ein Anstieg von 21,28% in nur zwei Wochen. Die Erledigungsquote, die bei 82,35% lag, sank auf 80,06%, was darauf hindeutet, dass der Eingang neuer Vorgänge die Bearbeitungskapazität durchgängig übersteigt.
Der Großteil der Arbeitslast (80,72%) konzentriert sich auf Dienstleistungen mit registerbezogener Komponente. Das am häufigsten nachgefragte Verfahren ist das Grundbuch- und Katasterzertifikat (Certificado Catastral Registral Inmobiliario), das für 34,56% der Eingänge verantwortlich ist, gefolgt von Immobilienkauf- und verkäufen (11,56%).
In der Praxis berichten öffentliche Notare, dass die versprochenen Vorteile der Vereinheitlichung sich noch nicht materialisiert haben. Die Präsidentin des Rates der Öffentlichen Notare Paraguays, Ana María Niella, erklärte, dass sich die Fristen verlängert hätten; Zertifikate, die früher in etwa zehn Arbeitstagen ausgestellt wurden, benötigten nun etwa 15 Arbeitstage.
Laut der Vizepräsidentin des Notarkollegiums von Paraguay (Colegio de Escribanos del Paraguay), Katia Ayala Ratti, sind die Verzögerungen im Landesinneren noch größer, wo die Dokumentation zwischen regionalen Hauptstellen zirkulieren muss, was getrennte Abläufe trotz des Versprechens einer einzigen Anlaufstelle aufrechterhält.
