Olimpia erlebt eine Dualität: Auf dem Platz kämpft die Mannschaft um den Einzug in die Copa Sudamericana; außerhalb des Platzes hat der Verein mit der Realität eines Stadions zu kämpfen, das nichts weiter als eine Brachfläche ist. Das alte Estadio Manuel Ferreira, Ende 2024 abgerissen, ist heute nur noch ein mit Gras, Sand und Wasser bedecktes Ödland, ohne jede Spur von Bauarbeiten für das künftige Estadio Osvaldo Domínguez Dibb, das von der FIFA ausgewählt wurde, um ein Jubiläumsspiel zum 100-jährigen Bestehen der Weltmeisterschaft im Jahr 2030 auszurichten.
Der vom Verein im November 2025 veröffentlichte Zeitplan sah vor, dass die Grundsteinlegung zwischen Februar und März 2026 erfolgen sollte, doch es wurde nichts begonnen. Nach einem Treffen mit der Conmebol im April wurde ein neuer Fahrplan erstellt, der jedoch nicht öffentlich bekannt gegeben wurde. Bislang hat Olimpia lediglich eine Vereinbarung mit der Arena events+venues für die Entwicklung des Projekts sowie die Beauftragung der Firmen Nicole Hellmers + Path Urban (Architektur) und RDA Estructuras (Ingenieurwesen) bekannt gegeben. Die FIFA verlangt, dass das Stadion bis Juni 2029, ein Jahr vor der Weltmeisterschaft, fertiggestellt ist.
Währenddessen trifft Olimpia an diesem Mittwoch im sportlichen Bereich auf Vasco da Gama, ein Spiel des vorletzten Spieltags der Gruppe G der Copa Sudamericana. Beide Teams haben sieben Punkte und führen die Gruppe an. Audax Italiano, das am Dienstag Barracas Central mit 2:0 besiegte, reist am letzten Spieltag nach Asunción und muss gewinnen, um im Rennen zu bleiben. Barracas ist nach der Niederlage ausgeschieden. Trainer Pablo Sánchez, bekannt als „Vitamina“, forderte, dass die Mannschaft ihre Qualitäten als „Pokalmannschaft“ unter Beweis stellen müsse.