Der Oberste Gerichtshof (STJ) leitet das Verfahren im Fall "Goldwaschmittel" gegen den ehemaligen Bürgermeister von Asunción weiter

Der Oberste Gerichtshof Paraguays wies den Befangenheitsantrag gegen César Daniel Ojeda Figueredo zurück und ebnete damit den Weg für den Prozess im Fall "Goldreiniger", in dem der ehemalige Bürgermeister von Asunción, Óscar "Nenecho" Rodríguez, wegen des angeblichen Abzweigens von 1,8 Milliarden Guaranis beim Kauf von Reinigungsprodukten untersucht wird.

Der Oberste Gerichtshof (STJ) leitet das Verfahren im Fall "Goldwaschmittel" gegen den ehemaligen Bürgermeister von Asunción weiter
KI-generierte Illustration.

Der Oberste Gerichtshof von Paraguay hat das als "Goldreiniger" bekannte Verfahren freigegeben, das Veruntreuung von Mitteln in der Stadtverwaltung von Asunción untersucht. Die Entscheidung der Strafkammer des Gerichts wies einen Befangenheitsantrag des Angeklagten César Daniel Ojeda Figueredo gegen zwei Richter des für den Fall zuständigen Berufungsgerichts zurück.

Der Antrag stellte die Unparteilichkeit der Richter Mario Camilo Torres und Silvana Luraghi in Frage. In einer Verfügung vom 23. Juli 2026 stellte der Oberste Gerichtshof fest, dass die Verteidigung keine konkreten Umstände oder Beweise vorgelegt habe, die die Unabhängigkeit der Richter erschüttern könnten, und klärte damit eine Frage, die seit zehn Monaten ruhte.

Durch die Entscheidung kann das Berufungsgericht nun die Berufung des ehemaligen Bürgermeisters von Asunción, Óscar "Nenecho" Rodríguez, und von Ojeda Figueredo behandeln. Sie wehren sich gegen eine Entscheidung erster Instanz, die die Zulassung der Anklage der paraguayischen Staatsanwaltschaft bestätigte und die vorläufige Anhörung der beiden weiterhin anhängig hält.

Der Fall betrifft den mutmaßlich irregulären Kauf von Reinigungsprodukten, einschließlich eines französischen Reinigungsmittels der Marke "Alka DDS", zwischen 2020 und 2021. Der Anklage zufolge gab es Überabrechnungen und vorgetäuschte Lieferungen, die der Stadtkasse einen Gesamtschaden von G 1.808.956.000 (etwa 1,8 Milliarden Guaraní) verursachten, ein Betrag, der aus dem Nationalen Notfallfonds stammte.

Die Staatsanwälte Marlene González, Jorge Arce und Silvio Corbeta Dinamarca haben Rodríguez, Ojeda und fünfzehn weitere Personen wegen des Missbrauchs des öffentlichen Vertrauens und krimineller Vereinigung angeklagt. Für einen der Angeklagten, Wilfrido Cáceres, der als "rechte Hand" des Ex-Bürgermeisters gilt, wurde das Verfahren bereits zur Hauptverhandlung zugelassen.

Quellen (1)

Aktualisiert: 25.07.2026, 01:27