Die Preise für Asado-Fleischstücke haben sich in Paraguay seit 2010 verdreifacht, während sich der Mindestlohn lediglich verdoppelt hat

Die Preise für Fleischstücke zum Asado haben sich in Paraguay seit 2010 nahezu verdreifacht, während der Mindestlohn im gleichen Zeitraum lediglich etwas mehr als doppelt so hoch ist – ein deutlicher Beleg für den erheblichen Kaufkraftverlust paraguayischer Haushalte.

Die Preise für Asado-Fleischstücke haben sich in Paraguay seit 2010 verdreifacht, während sich der Mindestlohn lediglich verdoppelt hat
KI-generierte Illustration.

Sechzehn Jahre nach der letzten Teilnahme der paraguayischen Nationalmannschaft an einer Fußball-Weltmeisterschaft, nämlich 2010 in Südafrika, haben sich die Preise für die beim Asado am häufigsten verwendeten Fleischsorten im Land nahezu verdreifacht, während der Mindestlohn im gleichen Zeitraum lediglich etwas mehr als doppelt so hoch ist. Dies verdeutlicht einen erheblichen Verlust der Kaufkraft paraguayischer Haushalte.

Die Costilla, eines der beliebtesten Grillstücke, kostete im Juni 2010 durchschnittlich 12.000 bis 12.700 Guaraní pro Kilogramm. Heute bewegt sich der Durchschnittspreis bei rund 41.000 bis 46.000 Guaraní pro Kilogramm, wobei die Premium-Variante die Marke von 50.000 Guaraní übersteigt. Das Vacío, eine weitere bevorzugte Fleischsorte, verteuerte sich von 14.000 Guaraní pro Kilogramm auf Werte zwischen 55.950 und 58.450 Guaraní. Die Colita de Quadril sprang von 19.950 auf 78.000 Guaraní pro Kilogramm, und selbst die Costilla de Novillo, die früher für 6.990 Guaraní verkauft wurde, kostet mittlerweile 25.950 Guaraní.

Im gleichen Zeitraum stieg der Mindestlohn von 1.408.864 auf 2.899.048 Guaraní, was einer Steigerung von rund 105 Prozent entspricht. Die Preisanstiege bei den Fleischsorten bewegen sich zwischen 282 und über 317 Prozent und übersteigen damit die Entwicklung des Mindestentgelts bei weitem.

Auch die Wurstwaren verzeichneten deutliche Preiserhöhungen. Der Chorizo Parrillero verteuerte sich von 13.990 auf 35.900 Guaraní pro Kilogramm, und der Chorizo nach Wiener Art stieg von 16.990 auf 32.900 Guaraní. Das Häschen, das 8.690 Guaraní pro Kilogramm kostete, wird mittlerweile für 25.600 Guaraní verkauft. Bei Schweinefleisch sprang der Lende von 18.990 auf 39.250 Guaraní pro Kilogramm.

Unter den Getränken, die zum Asado serviert werden, verteuerte sich das Pilsen-Bier im Büchsenformat von 3.000 auf 4.500 Guaraní, während der Liter Pilsen Tradicional in Supermärkten von 6.000 auf 7.500 Guaraní stieg – ein Anstieg von 25 Prozent und damit der moderateste unter den analysierten Produkten. Die preisgünstige 2-Liter-Limonade hingegen sprang von 1.790 auf 4.850 Guaraní.

Die Vergleichsdaten verdeutlichen die Auswirkungen der über 16 Jahre akkumulierten Inflation auf den Warenkorb paraguayischer Haushalte, insbesondere bei Produkten des breiten Massenkonsums wie Fleisch. Diese Entwicklung erschwert den Zugang zu einem traditionellen Essen wie dem Asado, das für viele Familien im Land eine erhebliche Ausgabe darstellt.

Quellen (2)

Aktualisiert: 13.06.2026, 07:27