Einsatz wegen gestohlenem Handy beschlagnahmt Kriegsmunition und Drogen in La Chacarita

Ein Polizeieinsatz zur Wiederbeschaffung eines gestohlenen Mobiltelefons in La Chacarita, Asunción, führte zur Festnahme zweier Männer sowie zur Beschlagnahme von Drogen und 140 Kriegsmunition-Patronen.

Einsatz wegen gestohlenem Handy beschlagnahmt Kriegsmunition und Drogen in La Chacarita
KI-generierte Illustration.

Ein Polizeieinsatz, der ursprünglich zur Wiederbeschaffung eines gestohlenen Handys diente, führte zur Beschlagnahme von Drogen, Kriegsmunition und zwei Festnahmen im Stadtviertel Ricardo Brugada, bekannt als Chacarita, in Asunción. Die Maßnahme wurde am Sonntagmittag von Beamten der 5. Metropolitanen Polizeidienststelle (Comisaría 5ª Metropolitana) durchgeführt, begleitet vom Diebstahlsopfer und Vertretern der Staatsanwaltschaft, nachdem die Geolokalisierung des Geräts auf ein Wohnhaus an der Kreuzung der Straßen Florencio Villamayor und Iturbe hingewiesen hatte.

Obwohl das Telefon nicht aufgefunden wurde, beobachteten Polizisten, die das Umfeld überwachten, wie eine Kosmetiktasche aus dem Haus geworfen wurde. Bei der Durchsuchung fanden sie eine Substanz, die später als mutmaßliches Crack-Kokain identifiziert wurde. Dies führte zur Festnahme der beiden Hausbewohner: Ronald Yamil Ortiz Cabral (23), gegen den seit Februar ein Haftbefehl vorlag, und Ricardo Alberto López (19), ohne bisherige Strafregistereinträge.

Im Haus beschlagnahmten die Beamten 195 Gramm mutmaßliches Marihuana, 200 Gramm mutmaßliches Crack, eine digitale Waage, Material zum Portionieren von Drogen, zwei Handys und ein selbstgefertigtes Buschmesser. Der bedeutendste Fund waren jedoch vier Kartons mit 140 intakten Patronen im Kaliber 7,62, die mit Kriegsgewehren wie AK-47 oder FAL kompatibel sind.

Kommissar Isidro Gamarra, Leiter der Dienststelle, erklärte, einer der Festgenommenen habe den Besitz der Munition zu rechtfertigen versucht, indem er angab, ein Drogenkonsument, bekannt als "Chespirito", habe sie im Tausch gegen 30.000 Guaraníes geliefert. Der Polizist hielt die Version für wenig glaubwürdig und betonte, die Menge an Munition sei überraschend und könne Erkenntnisse der Nachrichtendienste über den Umlauf von Hochleistungswaffen im unteren Teil der Chacarita bestätigen. Der Fall wurde an die Spezialeinheit zur Bekämpfung des Drogenhandels und der organisierten Kriminalität übergeben.

Quellen (1)

Aktualisiert: 07.07.2026, 08:39