El Niño ist ein ozeanisch-atmosphärisches Klimaphänomen, das durch eine abnormale Erwärmung der tropischen Pazifischen Gewässer gekennzeichnet ist und Niederschlags- sowie Temperaturmuster in verschiedenen Regionen der Welt, einschließlich Südamerikas, verändert. In Paraguay haben frühere Episoden schwere Überschwemmungen und häufigere Tornados verursacht, was Monitoring und institutionelle Vorbereitung für die lokale Bevölkerung besonders wichtig macht.
Das Klimaphänomen El Niño soll zwischen Juli und August in Paraguay eintreten und einen Frühling sowie Sommer mit hohen Niederschlagsmengen und hohen Temperaturen bringen.
Es handelt sich um ein ozeanisch-atmosphärisches Phänomen, das im tropischen Pazifik vor den Küsten Perus beobachtet wird. Steigt die Temperatur zu stark an, liegt El Niño vor; fällt sie übermäßig, tritt La Niña auf; und innerhalb des Normalbereichs wird die Phase als Neutral eingestuft. Neben der Temperatur müssen vier oder fünf weitere Indikatoren übereinstimmen, um das Ereignis zu bestätigen.
Frühere El-Niño-Episoden haben im Land schwere Überschwemmungen und häufigere Tornados verursacht, wie 1983 und zwischen 1997 und 1998, als ein Fernsehsender sogar seine Antenne verlor. Heute werden in den Medien informelle Bezeichnungen wie „Godzilla" verwendet, doch die technische Skala unterteilt das Phänomen in schwach, moderat und stark.
Eines der größten identifizierten Risiken sind Starkregenfluten mit großen Niederschlagsmengen innerhalb weniger Stunden. Bereits ohne das Auftreten von El Niño sind im März und April in Luque nach fünf oder sechs Stunden intensiver Regenfälle flutartige Überschwemmungen aufgetreten. „Es könnte häufiger vorkommen, und wir sollten uns darauf vorbereiten", hieß es.
Laut dem offiziellen Bulletin der Weltmeteorologieorganisation (WMO) soll sich das Phänomen in den kommenden Monaten einstellen. Die Nationale Direktion für Zivilluftfahrt (Dinac) arbeitet bereits mit anderen staatlichen Behörden und privaten Einrichtungen an Vorbeugungsmaßnahmen, darunter das Ministerium für Nationale Verteidigung und das Nationale Katastrophenschutzamt (SEN).
Für die kommenden Tage wird ab Sonntag Südwind und ein deutlicher Temperaturabfall erwartet, mit geringen Niederschlagsmengen zwischen Nachmittag und Nacht im Bereich des unteren Chaco und in der Östlichen Region. Am Montag soll sich die Kälte mit aus Süd wehenden Winden verstärken.
„Wir werden die Lage beobachten. Zwischen Juli und August sollte sich El Niño einstellen. Damit sich das Ereignis bestätigt, müssen die Temperaturen zunächst hoch bleiben, also müssen wir abwarten, wie viel Kältewellen im Winter noch kommen", hieß es abschließend.