Ex-Chef von Nenechos Stab wird im Juli wegen illegaler Bereicherung vor Gericht stehen

Der ehemalige Stabschef der Stadtverwaltung von Asunción, Wilfrido Cáceres, und seine Frau Ruth Jazmín Da Silva Almirón werden ab dem 27. Juli wegen illegaler Bereicherung und Geldwäsche vor Gericht stehen. Die Anklage weist auf Bankbewegungen hin, die mit dem legalen Einkommen unvereinbar sind, sowie auf simulierte Vermögensübertragungen an angebliche Strohmänner.

Ex-chefe de gabinete de Nenecho vai a julgamento em julho por enriquecimento ilícito
Ex-chefe de gabinete de Nenecho vai a julgamento em julho por enriquecimento ilícito

Das auf Wirtschaftsdelikte spezialisierte Gericht hat den 27. Juli um 8:00 Uhr als Beginn der mündlichen Verhandlung gegen Wilfrido Cáceres, den ehemaligen Stabschef der Stadtverwaltung von Asunción während der Amtszeit von Óscar „Nenecho“ Rodríguez, und seine Frau Ruth Jazmín Da Silva Almirón festgesetzt. Ihnen werden illegale Bereicherung und Geldwäsche vorgeworfen.

Das Gericht wird von Richterin Elsa García Hulskamp geleitet und besteht aus den Richtern Adriana Planas Bajac und Matías Garcete. Ebenfalls vor Gericht stehen werden Elvira Gómez und Camila Ramírez Gómez, Mutter und Tochter, die von der Anklage als Strohmänner des Paares bezeichnet werden. Elvira war Hausangestellte der Familie, Camila persönliche Assistentin in der Zahnarztpraxis von Ruth Da Silva.

Laut der Anklage der Staatsanwaltschaft erwarb Cáceres' Frau am 9. Juli 2020, während der Pandemie, zwei unbebaute Grundstücke in San Lorenzo für 100 Millionen Guaraní. Zu dieser Zeit stellte die Generalrechnungskammer der Republik fest, dass sie ein Vermögensdefizit von 235 Millionen Guaraní aufwies. Nach dem Kauf baute das Paar auf dem Grundstück eine luxuriöse Residenz und soll die Immobilien 2021 an Camila Ramírez verkauft haben.

In Ñemby baute das Paar ebenfalls ein hochwertiges Haus und übertrug es auf den Namen von Elvira Gómez, die nach Angaben der Anklage keine Mittel hatte, um die Herkunft der Gelder zu rechtfertigen. Die steuerliche Untersuchung, die die Jahre 2018 bis 2023 umfasste, kam zu dem Schluss, dass das gesamte von den Angeklagten erworbene Vermögen 7.764 Millionen Guaraní beträgt, ein Betrag, der nach Angaben der Staatsanwaltschaft „mit Mitteln illegaler Herkunft erlangt und später durch Verschleierungsmanöver legitimiert wurde“.

Zu den aufgeführten Vermögenswerten gehören Luxusimmobilien, hochwertige Fahrzeuge und Möbel. Die Anklage behauptet, dass die Übertragungen an Dritte simuliert wurden, um die wahre Herkunft des Geldes zu verbergen.