In einer Fernsehdebatte warf der paraguayische Innenminister Enrique Riera dem Kriminologen Juan Martens vor, Verbindungen zur organisierten Kriminalität zu unterhalten. Dies geschah, nachdem Martens einen tödlichen Angriff auf eine Polizeistation im Departamento Canindeyú mit Korruption und dem Einfluss von kriminellen Banden in Verbindung gebracht hatte.
Comando Vermelho
Pytagua-Berichterstattung zu Comando Vermelho.
Die Operation Hawala hat zehn Personen wegen Geldwäsche von 100 Millionen Real für kriminelle Banden festgenommen und untersucht Hinweise auf eine Verbindung zu Al-Qaeda in der Region der Dreiergrenze.
Der internationale Politikanalyst Héctor Sosa Gennaro erklärte, dass Paraguay in puncto Strategie, Ausbildung und Technologie im Kampf gegen transnationale Verbrecherorganisationen wie das PCC und das Comando Vermelho – die von den Vereinigten Staaten beide als globale Terrororganisationen eingestuft werden – im Rückstand sei. Er kritisierte zudem das Fehlen konkreter Ergebnisse des im März unterzeichneten Kooperationsabkommens zwischen den Präsidenten Santiago Peña und Donald Trump.
Paulo Cándido Oliveira Da Silva, 39 Jahre alt, der als „Botschafter" des Comando Vermelho in Paraguay galt, wurde im Rahmen der Operation Puma Py in Luque festgenommen und im Juni 2026 aus dem Land ausgewiesen. Er soll brasilianischen Behörden gestanden haben, während seiner Tätigkeit in Paraguay 18 Menschen getötet zu haben, darunter Arnaldo Rotela Gauto, bekannt als „König der Viehdiebe", der im August 2024 in Yuty ermordet wurde.
Die Antinarkotikabteilung der Policia Nacional nahm Paulo Candio Oliveira fest, einen 39-jährigen Brasilianer und wichtiges Mitglied des Comando Vermelho, im Rahmen der Operation Puma PY im Stadtteil Cuarto Barrio in Luque. Dabei wurden ein Mobiltelefon, ein Laptop, Kokainblätter und weitere Beweismittel sichergestellt. Er wird aus Paraguay abgeschieben und an Brasilien überstellt.